Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die schwarzen Farbstoffe der Choroidea und verwandte Pigmente
Person:
Hirschfeld, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16760/21/
427 
auf dem Filter in Wasser, welches durch eine geringe Menge 
Natronlauge alkalisch gemacht worden war, nochmals gelöst 
Es löste sich der gesammte, auf dem Filter befindliche Nieder¬ 
schlag darin auf, wahrend eine intensiv dunkel gefärbte Flüs¬ 
sigkeit durchläuft. Diese concentrirte Lösung wird mit Salz¬ 
säure übersättigt, worauf der Farbstoff sich wieder in den 
bekannten rothbraunen Flocken, wie vor dem Schmelzen, 
ausscheidet. Es wurde absetzen gelassen, decantirt, tiltrirt, 
dann so lange mit destillirtem Wasser nachgewaschen, bis 
im Filtrate keine Trübung mehr mit Silbernilrat erzeugt, wer* 
den konnte. Um zu diesem Punkte zu gelangen, muss man 
allerdings mehrere Tage nachwaschen, während welcher Zeit, 
um das Eintrocknen zu verhüten, der Trichter mit einer Glas¬ 
platte zugedeckt bleibt. Wenn man nach Entfernung aller 
Salzsäure und Salze — Kalium- und Natrium-Sulfat und 
-Chlorid — etwas von den auf dem Filter befindlichen, noch 
leuchten Flocken entnimmt, und in Alcohol von den ver¬ 
schiedensten Concentrationen zu lösen versucht, so findet 
man, dass derselbe auch beim Erhitzen sich nur wenig farhtj 
sondern die Farbstoffpartikelchen sich vielmehr auf dem Boden 
des Gefässes ansammeln. Der Farbstoff der Choroidea 
ist also auch nach dem Zusammenschmelzen mit 
A et zkali in Alcohol unlöslich. 
Nunmehr wird der Niederschlag sorgfältig vom Filter 
entfernt und in einer Schale auf dem Wasserbade durch 
mehrstündiges Erhitzen getrocknet. Nach einer genügenden 
Behandlung, mit Alcohol und Aether wird die Substanz im 
Luftbade bei 100—105° bis zum konstanten Gewicht getrock¬ 
net und gewogen. Das Gewicht des gereinigten Präparates 
beträgt 1,2225 gr., also immer ni^ch, trotz aller Material Ver¬ 
luste, circa 30 °/0 der auf dem Wasserbade getrockneten Sub¬ 
stanz vor der Schmelze. Dasselbe liefert bei der Elementar- 
analyse, im offenen Rohre, mit Kupferoxyd verbrannt, fol¬ 
gende Zahlen: * 
t. 0,1178 Substanz ergebt 0.001 
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.