Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die schwarzen Farbstoffe der Choroidea und verwandte Pigmente
Person:
Hirschfeld, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16760/11/
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'sloffcs, zu seiner Enttäuschung, auf einen ganz geringen Brnch- 
theil, des ursprünglichen Volumens reducirt sieht. Die Flüs¬ 
sigkeit lässt sich leicht von dein Niederschlage durch Decan-, 
liren trennen. Sobald durch Abgiessen nichts mehr entfernt 
werden konnte, wurde liltrirt, wozu ein möglichst kleines 
anliegendes Filter Verwendet werden muss. Man hat es soi-«** 
fällig zu vermeiden, dass der Niederschlag auf dem Filter 
antrocknet, weshalb man ihn am besten stets bedeckt hält. 
Sobald die Flüssigkeit durchgelaufen ist, wird der Nieder¬ 
schlag mit der Spritzflasche von oben herunter auf einen 
möglichst kleinen Raum zusammengespült und so lange mit 
destillirtem Wasser nachgewaschen, bis die übfliessende Flüs¬ 
sigkeit nicht blos nicht mehr sauer reagirte, sondern - auch 
mit Silbernitrat keine erkennbare Trübung ergab. Für die. 
spätere Verarbeitung durch das Zusammenschmelzen mit Kali 
ist es zwar gleichgültig, ob das Präparat noch Spuren von 
Chlorkalium oder Salzsäure enthält, indessen ist es,’ -wenn 
man das Präparat vorher noch in anderen Richtungen unter¬ 
suchen will, wichtig, das Pigment chlorfrei zu haben. 
Das Filter wird dann herausgonommen, auf Fliesspapier 
getrocknet, und der Farbstoff mit einem Spatel in eine kleine 
Schale gebracht, indem man dabei sorgfältig vermeidet, Papier- 
.Casern mitzunehmen. Die Substanz wird nunmehr auf dem 
Wasserbade mehrere Stunden lang getrocknet, bis aus der 
zorfliesslichen schwarzen Masse ein zerreibliches dunkles Pulver 
gew oi den ist, das dann ein sehr kleines Volumen der ursprüng¬ 
lich feuchten Substanz darstellt. Der getrocknete. Farbstoff 
wird in einem kleinen Becherglase oder einem Erlenmeyer- 
sclien Kölbchen mit Alcohol übergossen und erwärmt, und 
die Extraction mit Alcohol mehrfach wiederholt. Derselbe 
lässt sich leicht von dem Pigmentniederschlage abgiessen. 
Nach der Alcoholbehandlung wurde der Farbstoff mehrere 
Male mit Aether ausgeschüttelt, und dies so lange fortgesetzt, 
bis der Aether sich nicht mehr färbte und beim AhdestiJ- 
liren keinen Rückstand mehr hinterliess. Bei den übrigen 
schwarzen Farbstoffen, besonders bei den Harnen, ist jetzt 
noch eine ausgiebige Chloroformbehandlung noth wendig, um
        

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