Bauhaus-Universität Weimar

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jede Einzelheit des Gührungsprocesses, jeder begleitende Neben¬ 
umstand, der in den verschiedenen Füllen verschieden aus- 
fallen kann, seinen Theil zur Variation beitrügt, und dass die 
Variation wesentlich in einer bestimmten Richtung zu gehen 
scheint, indem der Faktor kleiner wird, wenn die Zucker¬ 
menge wüchst. Diese Variation ist, schon wie sie aus der 
mathematischen Behandlung hervorgeht, so bedeutend, dass 
sie jeden Gedanken von der Verwendung der Roberts‘sehen 
Methode als eine «exacte wissenschaftliche Methode» aus-, 
schlicssen zu müssen scheint, wogegen diese Methode sich 
wahrscheinlich sehr wohl zu klinischem Gebrauch eignet, doch 
nur unter der Voraussetzung, dass man einen variirenden 
Faktor anstatt des constanten einlührt. 
Als die einfachste Voraussetzung gehen wir davon au>, 
dass der Zucker aus dem Harn ohne andere Aenderungen 
entfernt werden kann. Nehmen wir an, dass in 100 Gewichls- 
theilen Harn, mit der Dichte v, x Gewichtstheile Trauben¬ 
zucker, mit der Dichte vä, gelöst sind, wühlend v, die Dichte 
des Harns nach der Entfernung des Zuckers bezeichnet. Der 
Raum des ursprünglichen Harns ist dann gleich der 
Summe des Raumes des Harns nach der Entfernung -des 
r X 
Zuckers und des Raumes des Zuckers . Man hat also: 
v 
100 
v 
HM) 
x + x = 100 vs x vs + xv, 
V = 
100 v,v2 
lOO vs — x (v. 
V V 
' j s 
V,) 
und die Dichteabnahme 
v v = IOOv.v^IOOv.v^+xCv.-vJv, = x(\y v,)v, 
1 100 vs x(v,-v,) lOOVj — x(vs—v,)’ 
Der Faktor der Robert s’sehen Methode, der ja das 
Verhältnis zwischen der Zuckermenge und der Dichteab¬ 
nahme ist, wird also 
_ 100 vt — x (v, — v,) _ 100 v 
f 
x 
V— V 
(V, - v,)v, V
        

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