Bauhaus-Universität Weimar

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auch die Menge der übrigen reducirenden Stoffe, und würde' 
inan den Faktor in der Weise bestimmen, dass er die Zucker¬ 
menge allein“^ohne die genannten Stoffe) gäbe, würde ein 
Vergleich zwischen den Resultaten der beiden Methoden grosse 
Missverständnisse veranlassen können. Es ist daher aus prak¬ 
tischen Gründen nothwendig, dass man den Faktor durch 
Division der Zuckermenge, durch eine einzelne titrirung voi¬ 
der Rührung bestimmt, mit der durch die Rührung bewirkten 
Dichteabnahme. berechnet. 
An und für sich ist es höchst unwahrscheinlich, dass 
rin consfanter Faktor in diesem Falle sollte selbst nur an¬ 
nähernd die Genauigkeit darbieten können, die man von einer 
exact<*n, w issenschaltlichen Methode zu >fordern pflegt] Die 
Verjährung des Zuckers ist ja ein sehr cömplicirter Process, 
dessen Einzelheiten lange noch nicht vollständig eruirt sind, 
aber so viel steht doch fest, dass er in sehr verschiedener. Weise 
verlaufen kann, und eine Reihe Xebenmnstände bieten noch 
mehrere Quellen zur Variation dar. Dass das Verhältnis hier 
s0 °hifach sei, als ein constanter Faktor voiaussotzl (directe 
Proportionalität zwischen der Zuckermenge und der Differenz 
der Dichten vor und nach der Rührung), ist, wie schon gesagt, 
nicht zu erwarten, und die bisher vorliegenden Untersuchungen 
deuten auch nicht in der Richtung.. Die Wer the für den 
Wiktor, welche Roberts, Ma nass ein, Antweiler und 
Rreidcnbend gefunden haben, variiren, wie schon genannt 
zwischen 21S und 2G3. Wor m-Mü 11 er hat speciel! Lösungen’ 
von bestimmten %Gew.iclitsmengen von Traubenzucker in nor¬ 
malem Harn untersucht; seine Versuche scheinen also .hesön- 
ders günstige. Bedingungen für Gleichförmigkeit im Verlaufe 
des Gährungsprocesses darzubieten, aber nichtsdestoweniger 
geben sie den Faktor von 218 bis 274 vaiiirend, wenn man 
ihn in der von ihm empfohlenen Weise berechnet, lind von 
222 bis 203 variirend, wenn man sich zu den gelösten Zuckcr- 
mengen hält — alles für eine Variation in der Zuckermenire 
von 0,5 bis 4,0%. 
Endlich zeigt eine mathematische Behandlung mit unurn- 
stösslicher Sicherheit, dass der genannte Faktor variirt, dass
        

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