Bauhaus-Universität Weimar

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haiïiatm herrührten. Jedoch konnte der Körper nur in der 
willen Erscheinungsform, welche modificirtes Myohümatin ge¬ 
nannt wurde, aus dem Muskel abgetrennt und in Lösungen 
erhalten werden. Nur in dieser Gestalt konnte er also auf 
sein chemisches und spektroskopisches Verhalten genauer 
untersucht werden. Deshalb verdient das modificirto Myo- 
hainalin vor den anderen Berücksichtigung.- Es zeichnete sich 
sriii Spektrum durch eine auffallende Ärmlichkeit mit dem 
Spektrum des IJämochromogens aus. MacMunn war diese 
Ähnlichkeit nicht entgangen. Er glaubte jedoch aus gewissen 
Gründen schliessen zu dürfen, dass Myohümatin und Hänio- 
ehrn mögen nicht identisch seien, sondern dass das ersten- 
• ‘inen eigenen, mit bestimmten Funktionen begabten Muskel¬ 
farbstoff vorstelle. 
Es dürfte liier geboten sein, die. Begründung dieser An¬ 
nahme zu prüfen. Es ist dann unsere Aufgabe, zu unter¬ 
suchen, wo und unter welchen Verhältnissen das Myohümatin 
zuerst aut tritt, dasselbe möglichst in einer angreifbaren Form 
zu isohren, sein Verhalten gegen Reagentien festzustellen und 
spektroskopisch zu verfolgen, seine Zersetzungsprodukle kennen 
zu lernen und somit seine Stellung zu den bis jetzt bekannten,. 
*m Thierkörper vorkommenden Farbstoffen zu ermitteln. 
Zui Lösung dieser Aufgabe schien es nicht vortheilhaft, 
die Untersuchungen, wie MacMunn es gethan hatte, mit 
einem Mikrospektroskop vorzunehmen; es war ja möglich, das 
Myohümatin nach den von MacMunn angegebenen Methoden 
in grösseren Mengen in Lösung zu erhalten, so dass die Be¬ 
obachtungen mit dem Browning*sehen Taschenspektroskop 
a vision directe und mit grösseren, zu genauen Messungen 
geeigneten Instrumenten ausgeführt werden konnten. Für die 
folgenden Untersuchungen benutzte ich erstens ein Taschen- 
spektroskop aus der Werkstätte von Browning in bekannter 
Einrichtung und zweitens eine Combination grösserer Instru¬ 
mente, welche in folgender Weise angeordnet waren. 
Da* Licht trat durch einen Spalt, dessen Schneiden mit 
Mikrometerschrauben bewegt und genau eingestellt werden 
konnten, dann durch eine Collimatorlinse von grossem Fokus.
        

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