Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Furfurolreactionen. III. Mittheilung: VI. Ueber die Verharzung des käuflichen Amyalkohols; VII. Ueber den Nachweis des Fuselöl in Spirituosen
Person:
Udránszky, L. von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16744/15/
kcitrii «‘in roi her, ullmalig in Violett übergehender Farbenriug, 
welcher nach unten und nach oben durch einen bräunlichen 
Saum begrenzt ist. Enthält' der . zu prüfende Weingeist viel 
l'usel, so ist die Rothlarbüng schon gleich so intensiv, dass 
auch die Spectraluntersuchimg vorgenonnneu werden kann. 
Ist der entstandene Farbenring dagegen schwach, <■ lässt 
man am besten die Probe etwa eine halbe Stunde stehen, 
und befördert daun durch langsames Schwenken (und zugleich 
Abkühlung) ries Gelasses das Vermischen der Flüssigkeiten. 
Als charakteristisch für den Amylalkohol — resp. Fuselgehalt 
.des Weingeistes darf nur die in Violett übergehende Roth- 
l'ärbung und der im vorhergehenden Capitel dieser Mittheilungen 
beschriebene Absorptionsstreifen gelten. 
Hei Untersuchung von einem Weingeist, welcher un¬ 
mittelbar nur eine sehr schwache Färbung zeigt, gelingt es. 
doch, die Probe mit überzeugender Schärfe zu gewinnen, 
wenn mau den betreuenden Weingeist durch Verdunstung 
bei 60* auf etwa den '/l0-Tlieil seines Volums eineoncentrirl. 
Fs ist dann im Rückstände der Amylalkohol gewöhnlich so 
nach der Farbe der Furfurolreaction, wie auch nach den 
Spectralerscheinungen leicht zu erkennen. Man kann auch 
/ den Weingeist einer IVactionirten Destillation unterwerfen und 
die letzte Fraction besonders prüfen. . 
Alkohole, die in Holzgefässen auf bewahrt werden, neh¬ 
men aus dem Holze Sloffe auf, welche mit Furfurol ebenfalls 
reagiren ’). Diese Furfurolreactionen haben aber eine von der 
Furfurolreaction des Amylalkohols abweichende Farbe und 
zeigen auch keine Spectralerscheinungen. Mit Berücksichtigung 
dieser Momente kann man sich daher vor Täuschungen schützen. 
Fallt die Reaction auf Amylalkohol, resp. Fusel, in dem 
fraglichen Weingeiste positiv aus, so kann man den Fusel¬ 
gehalt sehr leicht auch annähernd abschätzen. Man hat nur 
den betreffenden Weingeist mit reinstem Aethylalkohol so 
weit zu verdünnen, dass die Grenze für das Auftreten der 
Spectralerscheinungen und weiterhin die Grenze für die Er¬ 
kennbarkeit der Färbung erreicht wird. Durch eine einfache 
*) Vgl. diese Zeitschrift, Bd. XII, S. IIC7.
        

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