Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien über die analytische Bestimmungsweise der Eiweisskörper mit besonderer Rücksicht auf Milch
Person:
Sebelien, J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16738/8/
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net eine bedeutende Variation, und zwar war derselbe in 
beiden Fallen bedeutend niedriger als in den reinen Eiweiss¬ 
körpern der Milch. 
5. 0,4065 gr. Substanz enthielt 0,151 gr., d: 37,16o/0 Asche. 
0,1075 gr. Substanz gab 13,1 cbcm. if*0 norm. N = 0,00917 gr,; 
d. i. in verbrennbarer Substanz 13,59 of0 N. 
0,1 i>7 gr. Substanz gab 15,5 cbcm. i/2o norm. N = 0,01085 gr.; 
*1- h- »n verbrennbarer Substanz 13,56 o/0 N. 
6. 0,8815 gr. Substanz enthielt 0,5935 gr., o: 67,33 o 0 Asche. 
0,240 gr. Substanz gab 10,6 cbcm. norm. N — 0,0742 gr.; d. h. 
in verbrennbarer Substanz 9,45 of0 N. 
0,230 gr. Substanz gab 10,0 cbcm. l.fj» norm. N = 0,0700 gr.; d. h. 
in verbrennbarer Substanz 9,32o|0 N. 
Als weit vollständigere Fällungsmittel sind Gerbsäure- 
und Phosphorwolframsäurelösungen zu betrachten. 
Almen1 2) brachte zuerst die Anwendung von Gerb¬ 
säure fur quantitative Eiweissbestimmungen in Vorschlag. 
Darauf machte Liborius*) einige Versuche, um Eiweiss¬ 
körper mit einer Gerbsäurelösung zu titriren, und es schien 
aus «einen Untersuchungen hervorzugehen, dass die beiden 
Körper sich mit einander nach ziemlich constanten Verhält¬ 
nissen verbinden, so dass die Ei weissmenge ungefähr-60 °/0 
der Verbindung ausmacht. Seine Bestrebungen, gewichts¬ 
analytische Bestimmungen auf diesem Wege zu machen, 
scheiterten daran, dass die Verbindung beim Auswaschen mit 
Weingeist zerstört wurde. 
Die Gerbsäuremethode wurde nun näher von Girgen- 
sofin3) und von Taraszewicz4) untersucht, wonach die 
Titrirmethode als weniger sicher verlassen wurde, während 
es zu gleicher Zeit angegeben wurde, dass wenn man die 
Milch mit Gerbsäure nach näher beschriebenen Regeln fallt, 
und darauf den getrockneten Niederschlag erst mit reinem 
Petroleumäther, dann mit kochendem Weingeist von ca. 90° Tr. 
*) Upsala lakareförenings förhandlingar, 1870. 
2) Liborius, Beitragzuquantit. Eiweissbestimmungen. Dorpat 1871. 
3) Beiträge zur Albuminometrie u. z. Kenntniss der Tanninverbin« 
düngen der Albuminate. Dorpat 1872. 
*) Einige Methoden zur Werthbestimmung der Milch. Dorpat 1873.
        

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