Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien über die analytische Bestimmungsweise der Eiweisskörper mit besonderer Rücksicht auf Milch
Person:
Sebelien, J.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16738/41/
175 
baren Stickstoffmenge ; der Unterschied zwischen diesen beiden 
Stickstoffbestimmungen würde dann am nächsten die Menge 
des Globulin-Stickstoffes angeben. Zw^r wird das Globulin 
wie das Kasein von Essigsäure gelallt, aber die Säurequantität, 
welche zur Ausfüllung dieser beiden Eiweisskörper erforder¬ 
lich ist, ist so verschieden, dass das Globulin längst wieder 
im Säureüberschüsse gelöst sein wird, Wenn der grossflockige 
Kasein-Niederschlag sich zu bilden anfangt, wozu, wie schon 
genannt, besonders bei Colostralmilch ziemlich viel Essigsäure 
erforderlich ist (ca. l°/0 Essigsäureanhydrid, gegen 0,075—0»1 °/0 
bei normaler Milch). Indessen ist ja die Ausfüllung des Kaseins 
durch Säure lange nicht vollständig, und hier, bei Colostrum, 
wird wahrscheinlich sowohl die grosse Salzmenge wie die 
grosse Säuremenge bewirken, dass dit» Ausfüllung sehr unvoll¬ 
ständig wird. 
2. Colostrum l8tcr Melkung. 2Ö./3. 1887. ' ." 
2,123 gr. Milch enthielten 0,0532 gr., a: 2,506 V Total-Stickstoff. : 
Beim Fällen von 3,200 gr. Milch mit Gerbsäure wurden Im Niederschlage 
0,07400 gr, N, o: 2.269 °,o Eiweiss-Stickstoff erhalten. 
Zur Bestimmung des Kaseins mit Essigsäure wurden 10,070 gr, Milch 
verwendet, welche in der Fällung 0,05042 gr. N, o: 0.56ü;o Kasein- 
StickstofT gaben. 
Die gesammelte Menge von Kasein- und Globulin - Stickstoff wurde aus 
5,272 gr. Milch mit Magnesiumsulfat ausgefällt und machte 0,1004 gr. N, 
2,02 °jo aus. ' • 
Man erhält also hier als Maximalwerth 2,02 0,50 == i,46°[0 Globulin- 
Stickstoff. 
Das Filtrat von der Fällung mit Magnesiumsulfat .wurde mit Gerbsäure 
gefällt, und hierbei 0,01330 gr. N. a: 0.252V Albumin-Stickstoff 
erhalten. 1 , 
Ein Minimalwerth für das Globulin im selben Colostrum wurdq gefunden 
beim Sättigen von 5,017 gr. Milch, die mit zwei Volumen Kochsalz-, 
lösung verdünnt war, mit Kochsalz in Substanz. Das Filtrat hiervon 
gab bei der Fällung mit Magnesiumsulfat 0,01470 gr. N, a: 0,248°|<> 
Globulin-Stickstoff. 
Das Filtrat hiervon wurde, nach Verdünnen mit Wasser, mit. 
Phosphorwolframsäure gefällt, wobei 0,01470 gr. N, o: 0.248fl,o Albu¬ 
min-Stickstoff, mit fier vorigen Albuminbestimmung übereinstimmend, 
gefunden wurde.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.