Bauhaus-Universität Weimar

jedoch lassen die ausgeführten Untersuchungen einen sicheren 
Schluss auf die Natur dieser Säure noch nicht .zu. 
Alle Versuche, Stèarinsâure nachzuweisen, führten 
zu keinem Resultat und solche kann nur in sehr geringen 
Mengen vornanden sein. Der Nachweis event, vorhandener 
Stearinsäure scheitèrte stets an der Unausführbarkeit der • 
wiederholten fractionirten Fällung und dem grossen Substanz¬ 
verlust beim häufigen Umkrystallisiren. ' 7 ' ( 
Die Fractionen III, IV, V und VI der Serie A wurden 
vereinigt und aus Alkohol umkrystallisirt. Schon nach zwei¬ 
maligem Umkrystallisiren war der Schmelzpunkt auf 62° ge¬ 
stiegen und blieb constant. 
Diese Säure vom Schmelzpunkt G2° krystallisirte schon / 
aus Alkohol, erstarrte schön krystallinisch und erwies sich •! 
bei der Elementaranalyse als Palmitinsäure. 
I. 0,2074 gr. Subst. lieferten 0,5691 gr. GOa mul 0,2362 gr. HaO. 
II. 0,2586 gr. Subst. lieferten 0,7087 gr. GOa und 0,2972 gr. H*0. 
.Berechnet für Gefunden : • 
, . CieH3a02: l7~ II. 
‘ G 75,00 7.4,84 . 74,74 - . . . 
H 12,50 12,65 12,57 
Niedriger als Palmitinsäure schmelzende Säuren könnten 
nicht aufgfunden werden. Selbst die letzte Fraction der 
Serie A, deren Schmelzpunkt (55°) wahrscheinlich durch etwas 
Oelsäure so herabgedrückt war, zeigte schon nach zweimaligem ’ 
Umkrystallisiren den Schmelzpunkt der Palmitinsäure. 
Von den festen Fettsäuren macht die Palmitinsäure bei 
Weitem den grössten Theil aus , während die höher schmel¬ 
zende Säure quantitativ sehr zurücktritt. ' 
Was die Art des Vorkommens der Fettsäuren im Bohnen¬ 
fett anbetrifft, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass die¬ 
selben ausser ais Glyceride und Bestandtheil des Lecithins ~ 
zum Theil auch als zusammengesetzte Aether des Cholesterins 
darin vorhanden sind. 7 : 
S ■ » ’ • 
Die Ausführung der Unterstellung des Wicken-, Erbsen- 
und Lupinenfettes geschah in derselben Weise1 wie' beim ' 
Bohnenfett. • 
Zeitschrift für physiologiecbe Chemie. XIII. ’ " 4
        

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