Bauhaus-Universität Weimar

reiner Thierkohle sich als Phtalsäure erwies, die Menge; beim« 
nur 0,5 gr. ' ■. : ? , 
Der mit Blei vollständig ausgefällte Harn wurde sammt 
dem Waschwasser mit H,S entbleit, dann eingeengt Iris zum. 
Syrup und dieser wieder in Alkohol gelöst, diesmal ohne 
Rückstand zu hinterlassen. Aus der alkoholischen Lösung 
krystallisirte beim Stehen ein Theil vom Harnstoff. Nach dem 
Abdestillirep vom Alkohol wurde^ etwas Wasser zugegeben, 
dann nach dem Erkalten mit HCl stark angesäuert lind mit 
Essigäther wiederholt ausgeschüttelt. Der Rückstand vom 
abgedunsteten Essigäther stellte eine gelbliche, et>vas weiche . 
Masse dar, die zunächst durch Zusammenreiben mit Wenig 
kaltem Wasser feste Consistenz annahm. Der entstandene 
Brei wurde auf Fliesspapier von der Flüssigkeit befreit, dann 
in heissem Wasser gelöst und von einigen’harzigen Tropfen 
abfiltrirt, beim Erkalten füllte sich die Lösung mit langen " 
dünnen Nadeln, die das Aussehen und überhaupt die Eigen- ' 
schaffen der Hippursäure hatten, auch das daraus dargestellte 
Silbersalz hatte die erwartete Zusammensetzung. 
I Gefunden: Berechnet: 
Ag ^37,920/o 37,76ft!e. . • • 
Die Menge der erhaltenen Hippursäure betrug 0.37 gr.|‘ 
überstieg also noch nicht die Norm. * Dass die gefundene 
Hippursäure übrigens nicht aus Phtalsäure entstanden ist,' 
zeigte mir ein späterer Versuch, wo der Häm nach länger 
foitge.>etzter ausschliesslicher Fleischnahrüng bei Fütterung 
mit Phtalsäure keine Hippursäure mehr enthielt, wohl aber 
etwas Kynurensäure. ' 
F ä c e s. Der gesammelte Koth Wurde sammt dehi Spül¬ 
wasser des Käfigs auf dem Wasserbad. zur Trockene ver¬ 
dampft, dann durch Behandlung mit Benzol vom Fett befreit, 
hierauf wieder mit Wasser verrührt, mit Natriumcarbomit v 
bis zur stark alkalischen Réaction versetzt , einige Zeit er¬ 
wärmt , dann filtrirt durch ein möglichst grobes Filter. Der - 
Rückstand wurde so lange ausgewaschen, bis das Filtrat 
neutral wurde. Die vereinigten Auszüge wurden auf etwa 
1 Liter eingeengt, mit HCl stark angesäuert, dann nochwarm
        

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