Bauhaus-Universität Weimar

Lratiou von der Flüssigkeit getrennt und unter der Luft¬ 
pumpe getrocknet. 
Dies ist mit geringer Abweichung das von Diakonow 
angewandte Verfahren. 
Da aber das Lecithin in Aether löslich ist, so ist es 
begreiflich, dass man bei Befolgung dieser Methode beträcht¬ 
lichen Substanzverlust erleidet; zumal, wenn man berück¬ 
sichtigt, dass, um eine farblose ätherische Lösung zu erhalten 
(ganz farblos erhält man sie nie), die Eidotter mit sehr grossen 
Aethermassen behandelt werden müssen. Um diese Verluste 
und die Umständlichkeit des Verfahrens zu vermeiden, habe 
ich eine Darstellungsweise angewandt, welche es gestattet, 
eine grosse Menge Lecithin aus dem Eindampfungsrückstande 
der ätherischen Lösung zu extrahiren, und daher viel vor¬ 
teilhafter ist. 
Der ätherische Auszug der Eidotter wird durch Destil¬ 
lation völlig vom Aether getrennt, darauf in Petroläther gelöst 
und nun filtrirt. Das in einen Scheidetrichter gebrachte Filtrat 
wird mit 75°/,, Alkohol gehörig geschüttelt, worauf man ab¬ 
setzen lässt. Nachdem die Flüssigkeiten sich völlig getrennt 
haben, zieht man den alkoholischen Thcil ab. Die petrol¬ 
ätherische Lösung wird zu wiederholten Malen mit 75°/w 
Alkohol behandelt; die alkoholischen Auszüge werden ver¬ 
einigt und, falls die so erhaltene Flüssigkeitsmenge nicht ganz 
klar ist, einige Zeit stehen gelassen. Man trennt alsdann die 
alkoholische Lösung von etwa noch anwesendem Petroläther 
und filtrirt; befreit sie durch Destillation vom Rest des letz¬ 
teren und lässt sie mehrere Tage lang an einem kühlen Orte 
stehen. Am Boden des Refasses scheidet sich alsdann ein 
Niederschlag aus, welcher neben wenig Lecithin fremde Sub¬ 
stanzen, besonders Cholesterin, enthält. Durch Decantiren 
wird die alkoholische Lösung von diesen getrennt, dann Filtrirt 
und durch Kochen mit Knochenkohle entfärbt. Nun wird 
möglichst schnell bei 50—00° eingedampft, bis Syrupcon- 
sistenz erreicht ist. Der syrupartige Eindampfungsrückstand 
wird mit Aether aufgenommen; man decantirt, filtrirt und 
dampft schliesslich wiederum ein. Das so erhaltene Lecithin
        

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