Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die densimetrische Bestimmung des Eiweisses. (Mitgetheilt von Huppert)
Person:
Huppert Záhor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16718/10/
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an Eiweiß und an Salz verschieden sein wird, wie das ja die Budde’sche 
Formel ausdrückt. 
Die Thatsachen gehen sogar über das, was aus der Formel folgt, 
noch hinaus, da hei der Fällung ties Eiweisses ausser der Concentration 
der Salzlösung auch noch die Natur des Salzes von Bedeutung ist. 
Diese Veränderlichkeit der Dichte des Eiweisses hat ihr Analogon 
in der Abhängigkeit der specifischen Drehung optisch-activer Substanzen 
von der Concentration ihrer Lösungen und der Natur des Lösungsmittels. 
Der Versuch, in der Budde’schen Formel v, durch das 
Mittel aus allen Beobachtungen, 1,3747, zu ersetzen, hatte ein 
unbefriedigendes Ergehniss, da die Abweichungen in den Ei¬ 
weisszahlen bis zu 2 Einheiten in der ersten Décimale gingen. Es 
musste daher der jeweilige Werth von v4 aufgesucht werden. 
Bei der Betrachtung der Tabelle stellt sich heraus* dass 
die beobachteten Werthe von v, für eine grössere Anzahl der 
Fälle in umgekehrtem Sinne wie die von .v und v, verlaufen, 
für v, noch etwas häufiger als für v. Es wurde deshalb v. 
berechnet zunächst nach 
(1) V. = a + ?(v, - 1) 
worin a und ß Constanten sind und \\ als lineare Funktion 
von v, aufgefasst wird1), v, — 1 wurde statt v, lediglich der 
bequemeren Rechnung wegen gesetzt. Es ergab sich dabei: 
a =■ 1,3879, ? = —0,99 4G. 
Die hiernach berechneten Werthe von v4 wurden in die 
Budde’sehe Gleichung eingesetzt und dann weiter die in 
100 ebem. enthaltenen gr. Eiweiss berechnet nach 
100 v, , 
vx = (v - v,). 
In Tabelle II sind die Werthe für 100 v4 : (v, — v,) 
unter F und die für das Eiweiss unter vx angeführt. Die 
mit — versehenen Zahlen der Reihe A geben an, um wie 
viel weniger, die mit -f versehenen, um wie viel mehr Eiweiss 
durch die Rechnung gefunden wurde, als durch die Wägung. 
>) Die lineare Form wurde zur Berechnung der Constanten hier, 
sowie zur Berechnung der Constanten nach den Gleichungen (3), (4) und 
(.») deshalb gewählt, weil, wenn man die Werthe von v als Abscissen. die 
von x> als Ordinalen aufträgt, die Ordinaten viel, eher durch eine Gerade 
als durch eine Curve verbunden werden können.
        

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