Bauhaus-Universität Weimar

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und eine entsprechend*' Menge Calciumcarbonat. Ibis Ganze 
wurde gut umgeschüttelt in 8 hei 140° C. vorher steritisirten 
Erlen nie y er'sehen Kölbchen vertheilt und unter Watte- 
Verschluss in auf einander folgenden Tagen je 1 Stunde 
im Wasserdampfstrom stcrilisirt, wobei starke Bräunung der 
Nährlösung eintrat. Es wurden nun die Kölbchen mit B. lacti- 
geimpft und bei ;>7° C. in den Brutofen gebracht. 
Schon am folgenden Tage erscheint dir Nährlösung in 
allen Kölbchen trüb und ziemlich reichlich Gasblasen auf der 
Obertläche. Die Gährung wurde 0 Tage unterhalten. Am 
10. Tage wurden aus den Kölbchen Plattenculturm so an- 
g»*l*‘gt, dass die Verdünnung je auf 1 Platte gebracht wurde. 
Dieselben ergaben in der Folge, dass durchaus Ueinculturen 
von B. lactis in den Kölbchen vorhanden waren. Die Flüssig¬ 
keit wurde aus allen Kölbchen von dem Kalksalz abgegossen, 
in einen gemeinschaftlichen Kolben gebracht: das Kalksalz 
mit heissem Wasser übergossen, aufgekocht, filtrirt und das 
Filtrat ebenfalls in den gemeinschaftlichen Kolben gebracht. 
Die so gesammelte Flüssigkeit wurde mit Hilf** des Dampf- 
dromos destillirt. . 
Es gehen in das Destillat geringe Mengen einer dir Jodo- 
formreaction gebenden Substanz über: bei nochmaligem Destil- 
lat gelingt es wohl, die Substanz soweit zu erhalten, als dir 
lodoformreaction deutlicher wird, indess ist die im Ganzen 
gewonnene Menge zu unb«*deutend, um weiter*' Proben damit 
anzustellen. Es sind, wenn Alkohol und Acetoir gebildet 
worden sind, jedenfalls nur ganz unbedeutende Mengen davon 
vorhanden. 
Der Rest, welcher nach der ersten Destillation zurück-, 
geblieben war, wurde mit HCl angesäuerl, nunmehr lange 
/eit und unter ö Ma! erijoutom Aufgiessen von Wasser mit¬ 
telst des Dampfstromes destillirt. Es gelingt aber trotz tagc- 
Imiger Destillation nicht, «‘in ganz . säurefreies Destillat zic 
gewinnen, also die ganze Menge «1er gebildeten Säure zu' 
•Thalien. Durch Prüfungen mit ’Silbernitrat wurde von Xeir 
/.u Zeit festgestellt, dass in das Destillat nicht HCl mit über¬ 
gerissen wurde. 
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Zeitschrift für i>hys oln^is- he ClK inie. XII.
        

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