Bauhaus-Universität Weimar

Sal/.o aber ist dieses Bacterium im Staude in buttersaure über- 
zuführcjn, und das Bacterium reiht sich so den schon bekannten, 
von Pasteur und Fitz beschriebenen Buttersäurebildnern 
an. Auf Amylum wirkt das Bacterium nur unter SauerstolT- 
zut'uhr ein, indess ist eine Zuckerbildung nicht zur Erscheinung 
gekommen, vielmehr erscheint auch hier directe Bildung von 
Essigsäure. Während ich in fast allen bisher erwähnten Punkten 
nur in so weit zu übereinstimmenden Resultaten mit denjenigen 
Eschericlfs gekommen hin, dass B. lactis eine intensive Bälir- 
wirkung auf Zucker hat, konnte ich durchaus bestätigen, dass 
eine der Eiweissfäulniss entsprechende Wirkung von dem 
Bacterium auf die stickstoffhaltigen Bestandteile der Milch 
nicht ausgeübt wird, vielmehr fehlten, wenngleich ein gewisser 
Verbrauch von X-haltigem Material statt hat, die Produite 
der Eiweissfäulniss vollständig. — Die hervorstehende Eigen¬ 
schaft des Bacterium, Essigsäure zu bilden, veranlasst mich, 
für dasselbe den Namen B. aceticum vorzuschlagen, wn> 
um so zweckmässiger sein dürfte, als schon einige in der 
Milch vorkommende Bactérien den Namen B. lactis führen.
        

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