Bauhaus-Universität Weimar

Am 20. Tage wurde der Kolben geöffnet, Plattenculturen 
wurden angelegt, die in der Folge die Reinheit der Gultur 
erwiesen, die Flüssigkeit wurde abgegossen und der Destillation 
unterworfen. Die ersten Tropfen des Destillats gaben in weni 
ausgiebiger Weise mit Jodjodkaliumlösung und Natronlaug. 
•Iodoform: zu weiteren Droben war kein Anlass vorhanden, 
da dies»* Reaction schon bei (1er nächsten Drohe versagte. 
Fs war also die die Jodolbrmprohe gebende Substanz nur in 
ganz geringer Menge gebildet worden. Des Weiteren wurde 
das Kalksalz der Nährflüssigkeit durch nochmaliges Aufkochei 
mit Wasser aufgenommen und zu der «1er ersten Destillation 
unterworfenen Flüssigkeit hinzugefügt, jetzt mit HCl unge¬ 
säuert und destillirt, und das Barytsalz der übergehenden 
Säure dargestellt. Fs wurden nach mehrtägigem Destilliren 
ö,:V2d des Barytsalzes gewonnen. Von demselben gaben: 
o/.ens — 0.50* ID.erVj - o.:;m:;$5 Ba - 52.IS4f,,0 Ba. 
Essigsäure verlangt......... 53,72 Ba. 
Da die Rcaetionen mit Eisenchlorid, mit Alkohol und. 
com-. Schwefelsäure durchaus dem Verhalten der Essigsäun 
entsprachen, mit Ag.NO, das in feinen Nadeln in der Kält 
auskrystallisirende Silbersalz darzustellen war, so kann k«*iu 
Zweifel vorhanden sein, dass wieder Essigsäure in der Haupt¬ 
sache bei dem Cährungsproeesse gebildet worden war. 
Nach Milchsäure wurde in dem Rückstände des Destillat- 
nicht gesucht. 
Ausschluss von Sauerstoff und Zusatz von Gail»- 
bei dem Gährungsversuch. 
War somit festgestellt, dass auch unter Ausschluss de- 
Sauerstoffs das Bacterium — welches übrigens auf den Platten 
in ausserordentlich reichlichen Culturen aufschoss, somit sehr 
gut und reichlich in der Anaërobiose gewachsen war — Essig¬ 
säure bildete, so war es weiterhin von Interesse, zu prüfen, 
welche Producte geliefert wurden, wenn die in dem Darm¬ 
kanal vorhandenen Secrete oder wenigstens eins der wich¬ 
tigsten derselben, die Gallenbestandtheile, gleichzeitig mit dein
        

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