Bauhaus-Universität Weimar

Dus bisher Gesagte drutrl aber weil it darauf bin. mit welcher 
Vorsicht uueli manche andere, mit einigen Rcuzolabkömm- 
lingen ausgeführte Fichtenspahnreactionen beurllteilt werden 
müssen. 
III. Uober die Furfurolreaction der Gallensäuron. 
Raid nachdem Prit en ko fer1) die* seitdem nach ihm 
benannte Reaction auf Gallensäuren beschrieben und zugleich 
darauf hingewiesen hat, dass Eiwoisssubstanzen mit Rohr¬ 
zucker 'und Schwefelsäure ähnliche Färbungen erscheinen 
lassen, wurden mehrere Arbeiten publicirt, welche bekannt 
machten, dass ausser den Gallensäuren und Ei weisssubstanzen 
auch noch andere Körper sich in ähnlicher Weise verhalten. 
Kunde’), Max. Si gm. Schult ze1) und Neukomm4), 
besonders aber K. Ri sch off’), haben die möglichen Ver¬ 
wechselungen hervorgehoben. Es wurde festgestellt, dass 
Muskelfasern, Kuhmilch, Linsensubstanz, Gele, verschiedene 
Harze (Damar — Guajae — Eeuzoöharz), Camplier, Cholesterin, 
Oelsäure, Amylalkohol, höhere Fettsäuren, Harnstoff elc. mit 
Rohrzucker und Schwefelsäure ganz gleiche oder wenigstens 
ähnliche Reactionen geben, wie die Gallensäuren. 
Die verschiedenen von Neu kom m, Bogomoloff") 
Strass bürg7) und D redise Is) empfohlenen Moditicationen 
suchten die Sicherheit der Reaction Verwechselungen gegen¬ 
über zu begründen. 
{ 
Trotz dieser Moditicationen der Pel teukofer'scheii 
Probe blieb der Nachweis von Spuren von Gallensäuren in 
thicrischen Flüssigkeiten, besonders im Harn, fortan unsicher 
durch Färbungen, welche andere Substanzen hei dieser Rea'clion 
*) Annal, it. Cln m. u. t’harnt.. Hit. 1.11. S. «tu. 
-’) Inang.-Dissoit.. Berlin lsr.it, 
3) Amtal. il. <;in*m. u. Pharm.. Hil. bXXI. S. Jtiii. 
*) Yierleljahrssclirifl ili*r naliuf. (iesrllsch. in Zürich, 1'tiO. S. 1 i«>. 
*) Zeit sehr. t‘. ration. Mmliciii P>), IM. XXI. S. 12'>. 
,:) (Vntralhlait l‘. (I. iiicil. \Yis>., Jalii^. Vit, tSiit». S. 4S*>. 
7) Pfl tiger's Arch. f. d. ges. Physiol., IM. IV. S. Hit. 
>) .loiirn. f. pract. ('.Iientie. IM. XXIV, S. 11.
        

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