Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber Acetanilid und Acettoluid und ihr Verhalten im thierischen Stoffwechsel
Person:
Jaffe, M. P. Hilbert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16707/12/
I Mr Aelherauszüge ;,us der alkalisch gemachten Lösung 
u.irm stark braun gefärbt unit schieden schon während des 
Abilrslillirens rim* grossi* Menge glänzender Krystallblättchen 
(< a. 1 gr.) aus. Eine gleiche Menge wurde durch Verdunsten 
des abtiltrirten Aethers bei Zimmertemperatur gewonnen. Di. 
Krystallmass.* war braun gefärbt. 
Dunb Kochen mit Thierkohle wird sie entfärbt, das 
Kilfral färbt sich jedoch an der Luft sehr bald wieder braun. 
Lr-t durch ( mkrystallisircn aus heissem Schwefelwasserstolf- 
wasser nach der oben (S. 303) beschriebenen Methode konnte 
die Verbindung, freilich unter sehr bedeutenden Verlusten, 
schließlich farblos erhalten werden. 
Die reine Substanz krystallisirt in farblosen Blättchen, 
welche in Alkohol und Aether leicht, in kaltem Wasser schwer 
hishch sind. Si«> sublimirt grösstentheils unzersetzt und schmilzt 
bei 171 — 17:2", beginnt aber bereits bei 14n—150" sich untei 
Brauufärbung zu zersetzen. 
Die salzsaure Lösung der Krysfalle gab folgende Farben- 
reactionen : mit 
Eisenchlorid : hochviolett ; 
Chlorkalk: 1 tropfen violett, dann braun; mehl* Chlor¬ 
kalk: hellgrün; 
Kaliumdichromat: braunviolett, dann braun mit flockigem 
Niederschlag; 
Ammoniak; prachtvoll violett; 
Kalilauge: violett, dann braun. 
Die Substanz zeigt ferner eine ausgezeichnet.* Indo- 
pheuolreaction. 
Die Elementaranalyse ergab für unsere Verbindung die 
Zusammensetzung eines Amidophenols: 
I. «U04 gr. im Exsiccator getrocknet, etwas bräunlich, gaben: 0,3991 CO2 
und 0.1098 H2O, entsprechend 00,37% C und 7.4 o'o H. 
II. 0.099:5 gr. im Exsiccator getrocknet, farblos, gaben: ll,4cbcm. X !.. i 
2t.51’ C. und 765 mm. Hg, entsprechend 13,12°’o X.
        

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