Bauhaus-Universität Weimar

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wandelt die Mucinlösung in eine schleimige, gequollene Masse, 
welche in einem Ueberschuss der Reagenslösung in Klumpen 
oder Flöckchen zerfallt. Wird die Reagenslösung auf ein¬ 
mal in grösserer Menge zugesetzt, so wird das Resultat 
dasselbe. 
Bleizucker- oder Bleiessiglösung geben reichliche, 
schleimig gequollene Niederschläge, welche in einem Ueber¬ 
schuss des Reagenses, wenigstens wenn reichliche Mengen 
davon auf einmal zugesetzt werden, sich wieder lösen. 
Kaliumbichromatlösung verwandelt die Mucinlösung 
in eine gequollene schleimige Masse. • 
Kalialaunlösung verwandelt die neutrale Mucinlösung 
in ein schleimiges Goagel, welches von überschüssiger Alaun- 
lösung wieder zu einer dünnflüssigen, klaren Flüssigkeit ge¬ 
löst wird. . 
Von Magnesiumsulfat oder Kochsalz in Substanz 
bis zur Sättigung der Lösung eingetragen, wird die neutrale 
Mucinlösung gefällt. 
Millon’s Reagens giebt eine deutliche Reaction; doch 
wird die Farbe mehr gelblich rotli und nicht so schön rotli 
wie bei den Eiweissstoffe’i. 
Adamkiewicz’s Reaction ist weniger stark und 
nicht von einer so schön violetten Farbe wie bei den Ei- 
weissstoflen. 
Die Xantoproteinsäurereaction ist deutlich, wenn 
auch nicht sehr stark. 
Beim Sieden mit verdünnten Mineralsuuren giebt 
das reine Submaxillarismucin wie die anderen Mucine eine 
ivducirende Substanz. 
t t iv 
Für das Studium der sauren Mucinlösiingen kann man 
Hhüs die schwach salzsäurehaltige..(etwa 0,r/0 HClj und tlieils 
(||,‘ kochsalzhaltige, mit Essigsäure angesäuerte Lösung ver¬ 
enden. 
Die Lösung des Mucins in sehr verdünnter Salzsäure 
-i'bt mit Ferrocyankalium keine Trübung oder Fällung im 
'wohnlichen Sinne. Das Gemenge bleibt klar und durcli- 
Z< its« hrift für phyt>i<>lr>frisehe Chemie. XII. 13
        

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