Bauhaus-Universität Weimar

dieser wird von dem Mucingerinnsel wenigstens zum Theil 
stets aufgenommen. Wenn die Drüsen nicht genügend blut- 
frei sind, ist es am besten, das erste, blutfarbst ofthaltige 
Extract wegzuwerfen und nur die folgenden, welche aller¬ 
dings ärmer an Mucin sind, in Arbeit zu nehmen. 
Die klaren Filtrate werden nun unter Umrühren mit so 
viel Salzsäure versetzt, dass, der (Jehalt an HCl 0,1 —0.15°/„ 
wird. Man beobachtet hierbei, wie das Mucin sich erst aus¬ 
scheidet und fast sogleich wieder gelöst wird. Nachdem dies 
geschehen ist, fügt man die vorher abgemessene, 3—5fache 
Menge destillirten Wassers hinzu und rührt um. Es scheidet 
sich hierbei das Mucin wieder als eine zähe, faserige Masse 
aus, welche um den Glasstab sich herumwindet,’ so dass sie 
als ein zäher, blass braungelblich gefärbter Klumpen heraus¬ 
genommen werden kann. Dieser Klumpen wird nun in Salz¬ 
säure von 0,1 —0,15°/0 eingetragen, von welcher er (unter 
Fmrühren) leicht wieder gelöst wird. Diese Lösung wird bei 
niedriger Temperatur, wenn noting, filtrirt und zum zweiten 
Male mit Wasser gefällt. Durch g maliges Ausfällen kann 
das Mucin rein gewonnen werden, aber ein wiederholtes Auf¬ 
lösen in Säure und Ausfällen mit Wasser schadet anderer¬ 
seits auch nicht. 
Bezüglich der Menge Salzsäure, welche zur Wiederauf¬ 
lösung gewonnen werden soll, können keine allgemeingültige 
Angaben gemacht werden, denn dies hängt wesentlich von 
dem Reichthum des ursprünglichen Extrades an Mucin und 
also von der Grösse des mit Wasser ausgeschiedenen Ge¬ 
rinnsels ab. Im Allgemeinen habe ich mich bemüht, nicht 
zu grosse Mengen verdünnter Säure zur Wiederauflösung des 
Mucins zu nehmen, da ich, obwohl ich keine schädliche 
Wirkung davon gesehen habe, einen unnöthigen Ueberschuss 
von Säure vermeiden wollte. Löst man eine kleine Menge 
Mucin in einer grossen Menge der verdünnten Salzsäure, so 
sind zur Ausfüllung nicht nur bedeutend grössere Mengen 
Masser noting, sondern die Ausfällung gelingt schwieriger 
und die Ausbeute an Mucin wird eine geringere. Die Hand¬ 
habung der Methode ist übrigens eine so einfache, dass be-
        

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