Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Schicksal des Lecithins im Körper, und eine Beziehung desselben zum Sumpfgas im Darmcanal
Person:
Hasebroek, K.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16692/15/
man .sit* unverändert im Harn nach Sotnischewsky’) noch 
lim let. Wie die aromatischen Körper, welche eine ausge¬ 
sprochene Widerstandsfähigkeit gegen die Fäulniss besitzen, 
sieh beim Durchgang durch den Körper ohne verändert zu 
werden — abgesehen natürlich von ihrer Paarung mit anderen 
Körpern —• erhalten, so muss man es auch von der 
Cilycerinphosphorsäure annehmen, und eben deshalb, 
weil sie im Darm sich unverändert länger aufhalten 
kann, wird sie als solche resorbirt. In den Geweben 
weiterhin wird jedenfalls ein Theil in Glycerin und Phosphur- 
säure zerlegt, wie viel, wird wohl schwer zu ermitteln sein. 
Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung glaubt* ich 
in Verbindung mit Bokay’s Angaben über das Verhallen 
des Lecithins im Verdauungstractus Folgendes annehmen zu 
dürfen: 
I. Das Lecithin wird in den oberen Verdauung— 
wegen gespalten in: 
a) Fettsäuren, 
b) Cholin, 
c) Glycerinphosphorsäure. 
II. Die fetten Säuren werden theil weise verseift 
und ausgeschieden, theilweise resorbirt. 
III. Das Cholin zerfällt weiter unter Bildung von 
CO,, CII, und XII,. 
IV. Die Glycerinphosphorsäure wird zum gröss¬ 
ten Theil unverändert resorbirt. 
Rostock, im September 1887. 
l) Zeitsclir. f. physiol. ('.hemie, lid. IV, S. 215.
        

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