Bauhaus-Universität Weimar

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Dor Far bst oil' ist amorph: beim Erwärmen und Trock¬ 
nen aut* dom Wasserbad spaltet der über Schwefelsäure 
getrocknete Farbstoff Wasser ab und verliert dadurch bi> 
zu lu" o an Cîewicht. Nur leicht gefärbt, wenn er frisch 
aus der Lösung des Chromogens abgeschieden wird, nimmt 
er bald eine dunkelviolette und später unter der Einwirkung 
der Luft eine mehr braune Farbe an. Auch dieses Ver¬ 
hallen spricht dafür, dass der Farbstoff als ein Oxydations¬ 
produkt zu betrachten ist. Er besitzt basische und saure 
Eigenschaften, ist in Salzsäure und Schwefelsäure mit kirscli- 
rother, in Alkalien und Ammoniak mit gelber Farbe löslich. 
Löslich ferner in Alkohol und Amylalkohol mit dunkelviolettor 
Farbe, in Aether und Chloroform, unlöslich in Wasser. Vor¬ 
nehmlich gilt das für den Farbstoff in frischem Zustande: 
hatte man ihn dagegen einige Zeit an der Luft aufbewahrt, 
so löst er sich nur wenig in Aether, besser auf einen geringen 
Zusatz von Säure hin, während ein Ueberschuss derselben 
dem Aether den Farbstoff wieder entzieht. Wird eine alko¬ 
holische Lösung des Farbstoffs mit Aether geschüttelt, so 
tritt im Aether eine schöne grüne Fluorescenz auf: unter 
dem Einfluss der Luft nimmt dieselbe bald eine mehr rötli¬ 
belle Nuance an. 
Aus den im Vorstehenden mitgetheilten Beobachtungen 
wird Folgendes als Ergebniss hinzustellen sein. Eine Ana¬ 
logie in dem Verhalten des thierischen Organismus nach 
Skatolfütterung mit dein nach der Eingabe von Indol be¬ 
stellt nicht in dem Maasse, wie es die nahe Verwandtschaft 
beider Körper von vornherein erwarten lässt. Das Indol 
wird, wenn auch in geringerem Grade als das Phenol, leicht 
und fast vollständig im Darm resorbirt: die Ausscheidung 
der Aetlierschwefelsäure ist dabei gleich von Anfang an 
erheblich vermehrt, und diese Vermehrung nimmt nach Ein-
        

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