Bauhaus-Universität Weimar

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mul die Muskulatur des \ ersuchslhieres frei Von Hi'tefoxaiitliin 
(und Paraxanthin) gefunden wurden, während ihr UesamnU- 
gchalt an Xanthinkürpern ungefähr der Norm entsprach. 
Man darf demnach verrnuthen, dass die Bildung: beider Körner 
m den Nieren statlfindet : vielleicht wird eine Untersuchung 
dieM i' Organe darüber Aufschluss geben. — Auffallend ist 
das isolirte Auftreten des Ileteroxantbins ohne Begleitung 
von Paraxantliin. Indessen darf man darin keine besondere 
Eigentlnimlichkeit des Hundeharnes erblicken; denn die "leiclio 
Erfahrung babe ich kürzlich am menschlichen Urin gemacht 
Aus 0,:; Liter Harn von einem Leukämiker erhjeli ich 15 Milli- 
giamm lleteroxantliin, dagegen keine Spur von Paraxantliin. 
Die Krystallisationsfahigkeit des Ileteroxantbins, die mir 
schon aus vereinzelten Beispielen bekannt war1;, hat sich 
nn Laufe der obigen Untersuchung als eine recht vollkommene 
erwiesen. Sie bietet eine erwünschte Handhabe für die Rein- 
darstellung des merkwürdigen Körpers und damit auch die. 
Aussicht auf eine definitive Feststellung seiner Formel. 
Seit meiner letzten Publication über das Paraxanthin 
hat Ludwig J. W. Th u dich um in London die Priorität 
(ei Entdeckung für sich in Anspruch-genommen2) und sieb 
dabei auf eine mir unbekannt gebliebene Arbeit aus dem 
Jahre 1879 berufen 3). In der That habe ich mich überzeugt 
dass Tbudici.um bereits drei Jahre vor mir aus mousHi- 
lichem Harn einen Körper von der Formel und den wesent¬ 
lichen Eigenschaften des Paraxanthins isolirt hat. Dass diese 
Mittheilung nicht nur mir, sondern auch einem der hervor¬ 
ragendsten Forscher auf dem Gebiete der llarnsäuregruppe, 
>) Vergl. die oben cilirte Arbeit des Verfassers: .lieber Pani- 
xantbm und Heteroxantliin. » Berichte d. d. eben,, (iesellsch., Issj 
Jalii^. Will, Heft IS. * 
■*) Grui»dz%e «1er anatomischen u. klinischen Chemie, Berlin 
hei Hirschwoh], S. 15. S. üUi n. a. a. 0. 
1- i)(J3j of C,,e,n.ical Medicine, Lomlon 1ST'.*, h. Long'nians, Vol. I,
        

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