Bauhaus-Universität Weimar

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Euxanthinsäure. die Vermuthung aus, dass der reducirend** 
Körper die Zusammensetzung Ce Iho O7 habe und « eine Art 
Zuekersäure sei, die in der Mitte zwischen Jsodiglycoläthylen- 
si'iure und der Zuckersäure stehe». Vor einigen Jahren (ÎS82) 
hat nun Spiegel')die Untersuchung der Euxanthinsäure wieder' 
aufgenommen, die Annahme Baeyer’s bestätigt und die red'u- 
*kuron säure erkannt. Zusammensetzung. 
Krystallform, Schmelzpunkt, sowie alle anderen Eigenschaften 
stimmen mit der von Schmiedeberg und Meyer entdeckten 
Säure überein, so dass die Identität beider unzweifelhaft ist. 
Aus der Arbeit von Spiegel ergibt sich, dass bei der von 
ihm angewandten Methode der Spaltung die Gewinnung der 
(ilykuronsäure aus der Euxanthinsäure eine einfache und 
leichte ist. Eine nähere Untersuchung der Säure ist von ihm 
nicht ausgeführt. Unsere Kenntnisse über sie beschränken 
sich also Im Wesentlichen auf das, Was von Schmiedeberg 
und Meyer ermittelt worden ist. 
Uns grosse physiologische Interesse, das die Glykuron- 
säure bietet, musste ein eingehendes Studium derselben in 
hohem Grade wünschenswerth erscheinen lassen. Im Fol¬ 
genden erlaube ich mir, die Ergebnisse meiner bisherigen 
Untersuchungen über diesen Gegenstand mitzutheilen. 
Methode der Darstellung. 
Das von mir benutzte Purree wurde zum Theil in aus¬ 
gezeichneter Reinheit von der Farbenfabrik Sattler in Schwein- 
turt, zum Theil in rohem Zustande von Behrmann und von 
Spreekelsen in Hamburg und von Th. Christy in London 
bezogen. Die Gewinnung der Euxanthinsäure, aus deren 
Magnesiasalz bekanntlich das Purree im Wesentlichen besteht, 
ist einfach. Man zerreibt den Farbstoff mit Wasser zu einem 
dünnen Brei, digerirt mit Salzsäure, fdtrirt und entfernt die 
anhaftende Salzsäure durch Waschen mit Wasser. Die in 
Wasser unlösliche Euxanthinsäure wird in heissem Alkohol 
gelöst, beim Erkalten scheidet sie sich in schönen gelben 
i) Berichte d. d. ehern. Gesellseh., Bd. 15, S. 1%4, 1S82.
        

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