Volltext: Ueber b-Galactan, ein dextrinartiges Kohlehydrat aus den Samen von Lupinus luteus (11)

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durch Erwärmen auf dem Wasserbade verjagt und nach dem 
Erkalten die gebildete Bromwasserstoffsäure mit feuchtem 
Silberoxyd gefällt. Das durch Schwefelwasserstoff entsilbert» 
Filtrat koclde ich mit Cadmiumcarbonat und filtrirte heiss: 
nach dem Erkalten des klaren Filtrats schied sich aus dem¬ 
selben ein weisses Krystallpulver ab; dieses wurde abfiltrirf. 
mit wenig kaltem Wasser ausgewaschen, fiber Schwefelsäure 
getrocknet und der Analyse unterworfen. Eine Cadmium- 
b»‘Stimmung in demselben ergab; 
Angewamll : 0,071) gr. TmrlmnsiiMaiizi >. Gefilmten : 0,0310 gi\ Ç<l$Ot 
etter 21.27 " ,, ; berechnet: 21.33",, C.d. 
Dasselbe ist demnach für das galactonsaure Cadmium 
zu hallen. 
Mit conc. Salpetersäure liefert der Zucker wie Galactose 
in heissein Wasser schwer lösliche Schleimsäure: dieselbe 
zeigte unter dein Mikroskope das nämliche Aussehen, wie 
Schleimsäure aus Milchzucker, und schmolz bei 210—211° C. 
Aus allen diesen Thatsachen geht wohl mit 
Bestimmtheit hervor, dass der beim Kochen des 
dextrinartigen Kohlehydrats mit verdünnter Schwe¬ 
felsäure entstandene Zucker mit der Galactose 
aus Milchzucker vollkommen identisch ist. 
Schliesslich wurde noch die Phenylhydrazin Ver¬ 
bindung des Zuckers nach der von Emil Fischer-) ge¬ 
gebenen Vorschrift dargesfellt und auf den Schmelzpunkt 
untersucht. Derselbe wurde bei 170—1710 G. gefunden; ein 
aus r einer Galactose (larges tel 11 es Präparat zeigte den 
nämlichen Schmelzpunkt. Ich befinde mich hier in Ueberein- 
stimmung mit G. So hei-bl er'3), welcher den Schmelzpunkt 
für Plienylgaladosazon ebenfalls bei 170—171° angibt, wäh¬ 
rend derselbe von Fischer bei 182° G. gefunden worden i>! 
(nach neueren Angaben von E. Fischer findet man den 
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