Bauhaus-Universität Weimar

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Druck — 0,01353 gr. X Jj. 
Berechnet für 
C5H14NO Au CI4 : 
Gefunden : 
Au 
X 
44,432) 
3,16 
Dieser Befund liess vermuthen, dass unreines Cholin¬ 
golddoppelsalz vorlag. Zur Gewinnung eines reineren Pro¬ 
ducts verfulir ich in folgender Weise: Das Golddoppelsalz 
wurde mittelst Schwefelwasserstoff zerlegt, die filtrirte Lösung 
eingedunstet, der Rückstand in absoluten Alkohol aufge- 
nommon, die filtrirte Flüssigkeit mit einer alkoholischen Platin- 
chloridlösung Versetzt. Den so erhaltenen Niederschlag wusch 
ich nach dem Abfiltriren mit Weingeist aus, presste ihn 
zwischen Fliesspapier ab und behandelte ihn sodann mit 
Wasser. Der grösste Theil löste sich auf, zurück blieb eine 
geringe Quantität eines auch in heissem Wasser schwer lös¬ 
lichen Platindoppelsalzes (über dessen Natur w. u. noch Mit¬ 
theilung gemacht werden soll). Die davon abfiltrirte Flüssig¬ 
keit lieferte beim Verdunsten ein gut krystallisirendes Platin¬ 
doppelsalz. Dasselbe wurde durch Auflösen in einer möglichst 
geringen Menge Wasser von einem noch beigemengten Rest 
der schwer löslichen Verbindung befreit und sodann mittelst 
Schwefelwasserstoff zerlegt. Das Filtrat vom Schwefelplatin 
verdunstete ich auf ein geringes Volumen und versetzte wieder 
mit Goldchlorid. Das so erhaltene Golddoppelsalz wurde au< 
heissem Wasser umkrystallisirt. Es bildete nun dünne gelbe 
Prismen. Die Analyse des zuerst über Schwefelsäure, dann 
hei 95° getrockneten Salzes3) gab Resultate, welche auf die 
Formel des Cholingolddoppelsalzes stimmen: 
f) Herr Dr. K. Steiger hatte die Gefälligkeit, diese StiekstofT- 
hesiimmung auszuführen. 
2) Au — 190.04. nach G. Krüss (Berichte d. D. f.liem. Gesell- 
S) Das über Schwefelsäure getrocknete Salz erlitt hei 95° nur einen 
minimalen Gewichtsverlust.
        

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