Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentelle Beiträge zur quantitativen Oxalsäurebestimmung im Harn
Person:
Nickel, O.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16654/7/
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Um sich nicht dem Vorwürfe der Einseitigkeit und Vor¬ 
eingenommenheit auszusetzen, stellte Verfasser meist doppelte 
Versuchsreihen nach beiden in Betracht kommenden Me¬ 
thoden an. 
Nach einigen Vorversuchen zur Uehung der Methoden 
machte Verfasser sich an die Lösung der ersten der gestellten 
Aufgaben. Um einen Maassstab für die Oxalsäureausschei¬ 
dung im gesunden Zustande zu haben, untersuchte er den 
eigenen Harn. Verfasser war zur Zeit der Untersuchungen 
gesund. Die Diät war eine gemischte. Die 24stündige Ilarii- 
menge wurde genau gesammelt und je 5l)0 cbcm. nach 
Schnitzen und Neubauer verarbeitet: 
A. 500 cbcm. Ilarn wurden mit Ammoniak und Chlor¬ 
calcium versetzt, bis keine weitere Fällung eintrat, auf dem 
Wasserbade bis auf ein geringes Volumen eingedampft, mit 
-50 cbcm. Alkohol (von05°>) versetzt, nach 2 Tagen filtrirt, 
der Rückstand wurde mit Alkohol, Aether, Wasser — in 
einem Tlieilc der Versuche auch mit Essigsäure s. u. — ge¬ 
waschen, in erwärmter Salzsäure durch wiederholtes Auf¬ 
giessen gelöst und mit wenig Wasser nachgewaschen. Das 
Filtrat wurde mit Ammoniak alkalisch gemacht, der ent¬ 
standene Niederschlag in Eisessig (um ein möglichst geringes 
Flüssigkeitsvolumen zu haben) gelöst. Nach 2 Tagen wurde 
der entstandene Niederschlag auf einem kleinen Filter ge¬ 
sammelt, bis zum Verschwinden der Chlorreaktion mit Wasser 
gewaschen, getrocknet, stark geglüht und gewogen. 
B. 500 cbcm. Harn wurden mit einer reichlichen Menge 
Chlorcalcium versetzt, mit Ammoniak alkalisch gemacht. Zu 
dem entstandenen Niederschlage wurde so viel Essigsäure zu- 
geselzt, dass er sich gerade löste und die Flüssigkeit schwach 
sauer war. Der Harn wurde meist mehrere Tage stehen 
0 Fs war dies durch die beschränkte Arbeitszeit des Verfassers 
bedingt, der nur einen Theil seiner Zeit diesen Untersuchungen widmen 
konnte. Eine Zersetzung des Hains trat im Durchschnitt nicht ein, wohl 
in Folge der Kälte der Winterzeit, in welcher diese Versuche angestellt 
wurden. Es wurde daher von dem anfangs dazu verwendeten Zusatz 
alkoholischer Thymollosung bald als unnöthig Abstand genommen.
        

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