Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss von den Farbstoffen der melanotischen Geschwülste
Person:
Mörner, K. A. H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16648/37/
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bewerkstelligt; vor dem Bleichromat mit der eingemischten 
Substanz hatte ich ein Lager körnigen Kupferoxyds (zum 
Zwecke der Verbrennung flüchtiger Product e), vor diesem 
ein 15 cm. langes Lager Bleichromat, das bei schwacher Er¬ 
hitzung (nicht Glühung) erhalten wurde, und sodann ein 
Lager Silberdraht. Ungeachtet die Verbrennung langsam und 
vorsichtig geschah, kann ich nicht annehmen, dass ich mein 
Ziel, die Oxydationsproducte des Schwefels zurückzuhalten, 
erreicht habe, denn das Wasser, das sich in der Kugel der 
Chlorcalciumröhre sammelte, hatte saure Reaction, wenn auch 
nicht besonders stark, und gab mit Chlorbaryum eine schwache 
Trübung. Die geringe Menge meines Materiales gestattete 
es mir inzwischen nicht, wiederholte Versuche anzustellen. 
Auch reichte das Material zu einer Aschenanalyse nicht hin, 
was ebenfalls die Genauigkeit der Procentzahlen beeinträchtigt. 
Dass jedoch die Bestimmung frei von bedeutenderen Fehlern 
ist, kann man aus der Uebereinstimmung dieser Zahlen mit 
den von mir bei der Analyse des Pigments aus den Ge¬ 
schwülsten erhaltenen ersehen. 
Bei der Verbrennung von 0,2558 gr. Substanz (bei 110° 
getrocknet), welche 0,2317 gr. aschenfreier Substanz ent¬ 
sprechen, wurden 0,1243 gr. H20 und 0,4739 gr. CO2, resp. 
0,0138 gr. oder 5,95 °/o Wasserstoff und 0,1292 gr. oder 
55,76% Kohlenstoff entsprechend, erhalten. 
Der Stickstoff wurde in Gasform nach Dumas’ Methode 
bestimmt. Das Gas wurde in Zu) ko w sky’s Apparat über 
Kalilauge von der von Kreusler angegebenen Stärke ge¬ 
sammelt, abgelesen und mit Benutzung von Kreusler’s 
Tabelle über die Tension der Kalilauge berechnet. 
Von 0,3005 gr. Substanz (110°), 0,2723 gr. aschenfreier 
Substanz entsprechend, wurden 28,2 cbcm. Stickstoffgas, bei 
+ 20° C. und 764 mm. Bst. abgelesen, erhalten. Re- 
ducirt auf 0° und 760 mm. Bst. = 26,0 cbcm. Stickstoff 
also = 0,03342 gr. oder 12,27 %. 
Das untersuchte Präparat zeigte also gleich dem von 
Berdez & Nencki aus Melanosarkomgeschwülsten darge-
        

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