Bauhaus-Universität Weimar

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Ebene der optischen Axen die Symmetrieebene. Im 
convergentes polarisirten Lichte kommt auf die Fläche c das 
Interferenzbild einer Axe zur Erscheinung. Sehr schwacher 
Dichroismus. » 
Das beschriebene Salz verliert im Luftbade bei 100° 
sein Krystallwasser; es sintert dabei zusammen und färbt 
sich dunkler. Die bei der Analyse des über Chlorcalcium 
getrockneten Salzes erhaltenen Zahlen führen zu der Formel 
(Cö H14N4 0*)2Cu(N0s)a + 3 II2O: doch fielen die Resultate 
der Krystal 1 wasserbestimmungen etwas zu hoch aus (vielleicht 
erleidet schon bei 100° das Salz in geringem Maasse eine 
tiefergehende Zersetzung). 
L 0.48-20 gr. Substanz verloren bei 100° 0,010 gr. an Gewicht un.l 
gaben 0.0050 gr. CuO1). 
2. 0.7840 gr. Substanz verloren bei 100° 0,0735 gr. an Gewicht und 
gaben 0,08404 gr. CuO. 
3. 0,324 gr. Substanz verloren bei 100° 0.0305 gr. an Gewicht. 
Berechnet fur Gefunden: 
(C«H«4X4()2j2Cu(X03j2 + 3 h»o. 1" 9 3. 
c" 10,70% 10,77 10,78 - 
H*° ‘M6 » 0,54 9.37 9,41 % 
Das salzsaure Argin in, in der im Vorigen sclion 
beschriebenen Weise dargestellt und durch mehrfaches Um- 
krystallisircn gereinigt, scheidet sich aus der wässerigen 
Lösung in glänzenden tafelförmigen Krystallen aus. Dieselben 
sind leicht löslich in Wasser, aber nicht zerfliesslich. Sie 
'crlieren bei 150" nicht an Gewicht und sind demnach als 
wasserfrei anzusehen. Die krystallographische Untersuchung 
dieses Salzes, welche Herr Prof. K. Haushofer gleichfalls 
auszuführen die Güte hatte, gab nach der gefälligen Xlit- 
theilung des Genannten folgende Resultate: 
*) Bel ui is Ausführung «1er KupierBestimmung wurde das Salz im 
Porcellantiegel vorsichtig geglüht, der Bückstand in Salpetersäure gelüst, 
in der Losung das Kupfer durch Ausfällen mittelst Natronlauge etc. in 
bekannter Weise be-tinunt.
        

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