Bauhaus-Universität Weimar

Die Bestimmung des Stickstoffs der Stoffwechselprodukte. 
Von 
Dr. Th. Pfeiffer. 
iDcr Redaktion zugr-gangcn am ^7. .lui, Ihm»;.) 
Die stickstoffhaltigen Stoffwechselprodukte im lh torischen 
Kotlie verursachen bekanntlich unliebsame Complicationen bei 
Fntscheidung der Frage, wieviel von dem in der Nahrung . 
aufgenommenen Stickstoff unverdaut ausgeschieden wird. 
Während man früher fast allgemein glaubte annehmen zu 
dürfen, dass dieselben bei Aufstellung der bezüglichen Yen* 
(lauungscoL-fficienten unberücksicht gelassen werden könnten, 
mehren sich in neuerer Zeit die experimentellen Daten, aus 
welchen hervorgeht, dass hier ein nicht zu unterschätzender 
Factor bei der Beurthcilung der Verdauungsvorgänge vorliegt. 
Wenn man trotzdem noch nicht dahin gelangt ish den Stick¬ 
stoff der Stoffwechselprodukte von dem ausgeschiedenen Ge- 
sanimtstickstoff des Kothes in Abzug zu bringen, so liegt dies 
einfach daran, dass eine genaue, directe Bestimmungsmethbde 
der Stoffwechselprodukte bislang gänzlich fehlt- 
Es liegen zwar schon eine Reihe von Versuchen vor, 
welche es sich zur Aufgabe gestellt haben, die fragliche Lücke 
auszufüllen. Wie ich an anderer Stelle *) bereits früher aus¬ 
geführt habe, handelt es sich dabei aber entweder nur um 
die Bestimmung des Maximums des in Form von GaIIeil¬ 
st offen dem Kotlie beigemengten Stickstoffs (Hen-neberg¬ 
et ohmann, Schulze-Maercker, Heiden), oder die 
*) Journal f. Lamhvirthschaft. lSsô. S. IM. 182, ls»>.
        

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