Bauhaus-Universität Weimar

l alle stammen, sondern aus einem Gemenge verschiedener 
I'iine. Um diesen Einwurf zu ent kräftigen, habe ich 55 - Liter 
r,m7‘ frischen Irin, dot, von einer Frau stammte, die an 
Iyphus litt, und der (1er Patientin, um Verunreinigung mit 
\ erginalsecret auszuschliessen, mit dem Katheter entnommen 
wurde, der oben beschriebenen Verarbeitung unterzogen und 
daraus Natronsalze erhalten, die sich genau so verhielten, 
\vit> essigsaures Natron, dem geringe Mengen ameisensaures 
Salz beigefügt ist. 
O.iaSi gr. Natronsalz lieferten 0.1187 KagSO« - 0.03845211 gr. Na — 
27.7 s 0 
o* 
Ich habe ferner in einem zweiten Falle von Typhus 
den Ilarn gesammelt und die Fettsäuren isolirt. Die daraus 
dargestellten Silbersalze enthielten : 
1- 0.3006 gr. Silbersalz lieferten 0,1038 gr. Ag — 64.13° ,» Ag. 
II. 0,2160 gr. Silbersalz lieferten 0.1302 gr. Ag — «4.17S Ag. 
Es kann darnach keinem Zweifel unterliegen, dass es 
sich wirklich um Essigsäure gehandelt hat. ' f V 
Aus einer weiteren Reihe von Versuchen ergab sich, 
dass zwar Fettsäuren in vermehrter Menge stets ausgeschieden 
werden, dass jedoch ausser Essigsäure auch andere Glieder 
der Fettsäurenreihe nicht zu fehlen scheinen»- So habe ich 
aus S Liter von verschiedenen Kranken stammenden Harnen 
Fettsäuren erhalten, die sich nach dem chemischen Verhalten 
wie ein Gemenge von Essigsäure und Buttorsäure verhielten; 
besonders bei Zusatz von Schwefelsäure trat der Buttersäure¬ 
geruch deutlich hervor. 
Die Resultate der Analysen gaben lür ein Gemenge von 
Essigsäure und Buttersäure stimmende Zahlen. So lieferten: 
".1112 g iv Natron salz '(».0*8*2 gr. Na^SO.i — ((.028572* Na -- 25.01°,, Na; 
essigsaures Natron verlangt 28.04'°,» Na. butt-rsaures NatfW verlang» 
20.96° o Na. . ; : . 
Aus einer Reihe weiterer durch Analysen bekräftigter 
1 ntersucliungen, die ich hier nicht einzeln aufTülnvn will, 
ergab sich, dass im Fieberharn .vorwiegend Es-ig>äure 
-"lftiill mit Beimengen geringer Menge Ami i sens äh re
        

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