Bauhaus-Universität Weimar

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mittels Schwefelammonium und Ueberführung in Eisenoxyd, 
dessen 0,0025 gr. = 0,0017 Fe ist, bestimmt.) 
4. Der durch Wasser und 0,75% Kochsalzlösung 
gänzlich erschöpfte Rückstand der früher beschriebenen 
Manipulationen wurde der künstlichen Verdauung ausgesetzt, 
zu welcher ich mich eines salzsäurigen (2,5%o) Auszuges 
einer frischen Schweine- oder Kalbsmagenschleimhaut bediente. 
Der auf die angegebene Weise dargestellte Magensaft wurde 
vor der Anwendung immer auf seinen Eisengehalt und seine 
Verdauungskraft geprüft. 
Das Eisen lässt sich in einem solchen durch die un¬ 
mittelbare Anwendung der Reagentien nicht nach weisen; 
dennoch enthält seine Asche deutliche, jedoch kaum bestimm¬ 
bare Eisenmengen, woraus zu schliessen ist, dass das Eisen 
in starken Verbindungen im selben enthalten sein muss. 
Mit 4 und 5 fâcher Menge 96% Alcohol versetzt, blieb ein 
auf diese Weise dargestellter Magensaft klar, ohne eine 
Fällung zu zeigen. 
In einem solchen Magensaft wurde der vorerwähnte 
Rückstand bei einer Temperatur von 38°—40° C„ bei stetiger 
Erneuerung des Saftes der künstlichen Verdauung so lange 
ausgesetzt, bis in den letzten Aufgüssen Peptone nicht mehr 
nachweisbar waren. In den auch nach der Filtration noch 
immer trübe bleibenden vereinigten Mengen lässt sich das 
Eisen, ihrer sauren Reaction ungeachtet, ohne S’alzsäure- 
zusatz unmittelbar nicht nachweisen. Mit Schwefelammonium 
nimmt diese Flüssigkeit, nach Abstumpfung der sauren 
Reaction, eine schwache, grünliche, allmählich dunkler 
werdende Färbung an. 
Die durch Alcoholzusatz in der beschriebenen Flüssigkeit 
gebildeten Coagula zeigten unter denselben Bedingungen, wie 
die schon mehrmals beschriebenen, auch identisch dieselbe 
Eisenreaction. 
Der nach der künstlichen Verdauung gebliebene, sorg¬ 
fältig mit 1 °/oo Salzsäure ausgewaschene, dunkelbraune Rück-
        

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