Bauhaus-Universität Weimar

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anempfohlen und benutzt wurde, hat vor der ersten den 
grossen Vorzug, dass der wechselnde Blutgehalt des Organes 
auf das Resultat der Bestimmung von keinem Einfluss ist, 
involvirt aber den Mangel, dass die microchemischen Reagentien 
bei kleinen Eisenmengen nur schwer nachweisbare Reactionen 
zeigen. Im Falle einer Organverfettung können diese Re¬ 
agentien wegen verhinderter Imbibition und Diffusion nicht 
zur Wirkung gelangen, und endlich ist es denkbar, dass das 
Eisen in den Organen in so festen Verbindungen enthalten 
ist, dass es auf diesem Wege nicht nachgewiesen werden kann. 
Die von mir angewandte Methode, welche in der vor¬ 
herigen, gänzlichen Befreiung vom Blute der auf Eisen zu 
untersuchenden Organe besteht, scheint mir, wenigstens im 
Princip, die einzig rationelle zu sein. Dieser Forderung 
trachtete ich dadurch zu genügen, dass ich die Organe durch 
Durchspülung ihrer Refasse mit indifferenten Flüssigkeiten 
vom Blute gänzlich zu befreien suchte und nur an vollständig 
blutleeren Organen meine microchemischen und analytischen 
Untersuchungen ausführte. Diese Methode hat noch den 
grossen Vorzug, dass sie nicht nur die Quantität, sondern 
auch die Natur der Eisenverbindungen in dem betreffenden 
Organ zu bestimmen erlaubt. 
Ï. Einleitendes Verfahren und dessen Resultate. 
1. Mittel, die Leber blutleer zu machen. 
Die Leber gänzlich von Blut, Lyni'phe und Galle zu 
befreien, ist überhaupt nicht leicht, man kann es jedoch 
ebenso gut am lebenden Thiere, bei in situ naturali liegendem, 
als auch, wenn auch schwerer, am ausgeschnittenen Organe 
mittelst Durchspülung der Gefässe erreichen. 
Bei der Durchspülung der Gefässe der ausgeschnittenen 
Organe habe ich folgendes Verfahren angeschlagen: Sofort 
nach dem Tode des Thieres habe ich möglichst schnell, doch 
vorsichtig, die Leber so ausgeschnitten, dass ich genügend
        

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