Bauhaus-Universität Weimar

Studien über die Leber. 
I. Eisengehalt der Leber. 
Von 
Dr. med. St. Szcz. Zaleski, 
Assistenten am pharmacolog. Univ.-Inst. q. Docenten d. phys. Ghem. am 
Yet.-Inst. zu Dorpat. 
{Der Redaktion zugegangeD am 13. Juli 1886.) 
Einleitung. 
Wenn auch über die Histiologie und über die Anatomie 
der Leber die Acten vorläufig als geschlossen betrachtet werden 
können, so ist doch die Physiologie der Leber fast gänzlich 
unbekannt. 
Um diese Lücke nach Kräften auszufüllen, habe ich 
mich bemüht, die einzelnen Vorgänge in der Leber zu studiren, 
und als die erste der betreffenden Arbeiten erlaube ich mir 
das Folgende über das in der Leber enthaltene Eisen mit- 
zutheilen. 
In allen bisher gemachten chemisch - analytischen Be¬ 
stimmungen der Mineralbestandtheile der thierischen Organe 
wurde leider keine Rücksicht auf ihren, so sehr wechselnden 
Blutgehalt genommen und aus dem Grunde haben die dies¬ 
bezüglichen Arbeiten von v. Bibra1), Oidtmann2), Stahel3), 
t) v. Bibra, Chemische Fragmente über die Leber und die Galle. 
1849. Braunschweig. 
2) Oidtmann, Die anorganischen Bestandtheile der Leber und 
Milz etc. Gekr. Preisschr. Lünnich, 1858. 
3} Stahel, Der Eisengehalt in Leber und Milz nach verschiedenen 
Krankheiten. Virchow's Arch., 1881, Bd. 85, S. 26.
        

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