Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage: Ist im Parotidenspeichel ein Ferment vorgebildet vorhanden oder nicht?
Person:
Goldschmidt, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16622/10/
Nach einer Verdauungszeit von ca. 20 Stunden wurden 
sämmtlichc Gebisse auf Zucker untersucht. Allein in keinem 
derselben war Zucker vorhanden. 
Dass der gewöhnliche Speichel auch unwirksam war, 
beruhte wohl darauf, dass derselbe zuletzt aulgesammelt 
worden — wo also die Drüse einigermassen ermüdet 
war —, und vielleicht auch darauf, dass das Pferd während 
der Operation etwas gelitten hatte. 
Es wurde daher eine neue Portion gewöhnlichen Speichels auty.- 
sammelt, während das Pferd sein Morgenfutter frass, und mit 
1. steriler / 
2. gewöhnlicher i 
Stärke 
in den HriUofen gestellt, wohin gleichzeitig folgende Kölbchen gelangten. 
3. antisept. Speichel, 
4. gewöhnl. Speichel 1111). 
5. gewöhnl. Speichel [2]. 
Alkoholnipdersehlag ( mit 
gewöhnlicher Stärke) von 
Am nächsten Tag erwiesen alle 5 Gefässe Zuckerreaction. 
Wenn man den gewöhnlichen Speichel 12] als dem gewöhn¬ 
lichen Speichel bei dem ersten Versuche (I) analog betrachtet, 
was doch nur zum Tlieil berechtigt ist, sind demnach dir 
Resultate denjenigen vom Versuch I gleich. 
r,n abermals zu prüfen, oh die Zuckermenge — bezw. Säuromnige 
sie|, steigerte hei längerer Verdauungszeit, wurden wie bei Versuch 1 
folgende C.elässe mit je 10 gr. gewöhnlichem Speichel [2J und 1,'» gr. 
Stärke in den Brutofen gestellt und nach 1, 2, 4, 0, 8, 10, 12, 14. I', 
20 Tagen herausgenommen. 
Kölbchen. 
Speichel- 
menge. 
Verdauungs¬ 
zeit. 
Zuckermenge. 
Säuremen 21. 
ii 
10 ehern. 
1 
Tag. 
0 
0 
-j. 
10 
2 
Tage. 
0,170 gr. 
0,0055 gr. 
10 » 
4 
0,250 » 
0,00112 
4. 
*1. 
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ii 
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0,104 » 
0,0182 
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0,221 » 
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0,188 » 
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11 Puter gewöhnlichem Spe 
ichel [IJ 
und [2] verstehe ich Speichel 
aufgesammelt bezw. am 1. und am 2. Tage. 
2) Die Säure ist auf HCl bestimmt. 
3) Der 
Inhalt dieses Kölbchens (10) 
wurde liltrirt, 
das Filtrat no
        

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