Bauhaus-Universität Weimar

Ränder schwach geneigte Curven bilden. Die Winkelgrössen 
sind in der Figur angegeben. Die Flächen zeigen dem ent¬ 
sprechend im reflektirten Licht auch eine Lichtfigur, die aus 
Lichtpunkten besteht, welche die Ecken eines krummseitigen 
schiefwinkligen Dreiecks bilden. 
Im Mikroskop zeigen die 4 Flächen-Riehlungen zwischen 
gekreuzten Nicols ein gleiches Verhalten. Die Auslöschungs¬ 
richtungen bilden gleichmässig: 
mit Kante X gemessen im Winkel X : Y — 44°, 
» * Y » » v X : Y - 24«, 
v Z * - - X : Z — 11°. 
dm convergenten Licht erscheint eine optische Axe eines 
zweiaxigen Körpers am Rande des Gesichtsfeldes aus der 
Ecke \ : Z her. Der Kleinheit der Krystalle wegen gelang es 
nicht, ein Axenpräparat zu verfertigen, doch scheint die 
Ebene der optischen Axen oo P oo (100) zu sein und die 
erste Mittellinie mit b zusammenzufallen. 
Die Gleichheit des Kantenwinkels Z bei der hier be¬ 
schriebenen Anthropocholalsaure und der im Jahre 1848 ') 
durch Herrn Ko pp beschriebenen, von Strecker darge¬ 
stellten Taurocholalsäure veranlasste mich, mir auch von 
letzterer etwas Material geben zu lassen. Da die Krystallisation 
desselben jedoch zu schnell vor sich gegangen , waren die 
Krystalle zu goniometrischer Untersuchung nicht zu verwenden, 
es konnten vielmehr nur die optischen Verhältnisse zum Ver¬ 
gleich herangezogen werden ; diese aber erwiesen sich in beiden 
Fällen völlig gleich; auch zeigten sich ganz gleich geformte 
und gleich liegende A et zeindrucke, so dass über die Iden¬ 
tität der beiden Producte kein Zweifel vom kry- 
stallographischen Standpunkte sein kann. Wenn 
Herr Kopp bei seiner Untersuchung zu dem Resultat ge¬ 
kommen, dass das System das quadratische sei, so lag dies 
wohl nur in der Unzulänglichkeit der Krystalle zu gonio¬ 
metrischer Untersuchung, wie S. 7 1. e. hervorgehoben.» 
0 Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. LXVII, S. 6.
        

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