Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Amidosäuren, welche bei der Zersetzung der Eiweissstoffe durch Salzsäure und durch Barytwasser entstehen. Zweite Abhandlung
Person:
Schulze, E. E. Bosshard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16606/3/
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Nach dem Erkalten wurde das Gefäss geöffnet, der Inhalt 
des Kolbens mit Hülfe von heissem Wasser herausgebrachf, 
der Baryt durch Schwefelsäure ausgefallt, das Leucin wieder 
zur Krystaliisation gebracht. Wir sammelten die Krystalle 
fraktionsweise auf. Drei nach einander erhaltene Präparate 
erwiesen sich, in salzsaurer Lösung geprüft, als völlig inaktiv. 
Das so gewonnene inaktive Leucin erwies sich, ebenso 
wie das früher erhaltene, als schwer löslich in Wasser. Für 
die bezüglichen Versuche diente ein Präparat, welches in 
folgender Weise gereinigt worden war: Das Rohprodukt 
wurde aus Wasser umkrystallisirt, dann wieder in Wasser 
gelöst, die Lösung in der Wärme mit Kupferoxydhydrat 
gesättigt. Es schied sich Leucinkupfer aus, welches abfiltrirt 
und ausgewaschen, dann durch Schwefelwasserstoff zerlegt 
wurde. Das so gewonnene Leucinpräparat diente, nachdem 
es mehrmals umkrystallisirt worden war, für die Löslichkeits¬ 
bestimmungen. Eine Portion der Krystalle wurde mit einer 
zur völligen Lösung derselben ungenügenden Quantität Wasser 
zwei Tage lang unter häufigem Umschütteln in Berührung 
gelassen; dann wurde filtrirt. Abgewogene Quantitäten des 
Filtrates wurden in Platinschälchen eingedampft, der Rück¬ 
stand bei 100° getrocknet und gewogen. Wir erhielten fol¬ 
gende Zahlen: 
12,7ta gr. Lösung (hergestellt bei 21°) gaben 0,1235 gr. Rückstand; 
1 Theil Substanz bedurfte demnach 102,2 Theile Wasser von 21" 
zur Lösung. 
Nachdem das Präparat noch einmal umkrystallisirt 
worden war, wurde eine zweite Bestimmung ausgeführt: 
8» gr. Lösung (hergestellt bei 21,5») gaben 0,0870 gr. Rückstand; 
1 Theil Substanz hatte sich demnach in 102,5 Theilen Wasser von 
21,5° gelöst, ein Ergebniss, welches mit dem des ersten Versuches 
fast vollständig übereiltstimmt. 
Die in diesen Versuchen erhaltenen Zahlen liegen 
zwischen denjenigen, welche wir für die Löslichkeit der 
früher von uns untersuchten Präparate von inaktivem Leucin 
gefunden haben. Dasjenige dieser Präparate, welches als das 
reinste zu betrachten war, bedurfte 100,5 Theile Wasser von
        

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