Bauhaus-Universität Weimar

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Aber auf dem Wasserbade wird selbst dieser Punkt erst nach 
\ ,—] ständigem Kochen mit 5> Schwefelsäure oder Salz¬ 
säure erreicht, viel rascher gelangt man zum Ziele* wenn 
man im Porcellanschälchen über der Gasflamme die Spaltung 
vornimmt. Auch II a m m a r s t e n !) hebt hervor, dass die 
Abspaltung der reducirenden Substanz ausdem Mantehnucin 
mit 2—5°o Salz- und Schwefelsäure oft erst nach il—5- 
slüudigem Erhitzen im Wasserbade gelang, und auch er vor- 
werthet diese Beobachtung dahin, «dass die beim Sieden des 
Märitelmucins mit verdünnten Säuren entstehende, reducirende 
Substanz wirklich durch eine schwer herbeizulührende Spaltung 
des Mucins und nicht durch die Umsetzung eines beigemengten 
Kohlehydrates entsteht». 
Hierfür zeugt auch das Verhalten des Mucins beim 
Behandeln mit Wasser. Kochendes Wasser entzieht dem säure¬ 
freien Mucin auch nach Einwirkung von mehreren Stunden. 
den reducirenden Körper nicht. Wurde in Wasser aulge¬ 
schwemmtes Mucin im zugeschmolzenen Glasrohr im kochenden 
Wasser 5 Stunden lang digerirt, dann enthielt die Flüssigkeit 
nur sehr geringe Mengen des Kohlehydrates. Beim Kochen 
mit Kupferlösung und Kalilauge schieden sich wenige bläulich 
weisse Flocken der basischen Kupferverbindung des Kohle¬ 
hydrates ab, während die darüberstehende Lösung durch ihre 
Violettfärbung anzeigte, dass ,aueh von der ei weissartigen 
Gomponente des Mucins die entsprechenden Mengen in Lösung 
gingen. Erst nach Erhitzen auf 110° C. im zugeschmolzenen 
Bohr mit Wasser, wobei sich der Röhreninhalt gelbbraun 
färbte, gab die Flüssigkeit mit Kupferoxydkali reichliche 
Reduction. 
4. Dem Schnenmucin ist kein Nuclein beige- 
ni.cngt, in der Asche desselben war Phosphorsäure nicht 
enthalten. ... 
5. Wenn das Schnenmucin ein Gemenge eines Globulins 
■mit einem Kohlehydrat darstellen würde, dann könnte ps 
aus der Sehne durch Kalkwasser nicht mehr extrahirl werden, 
ij L. c S. 1_>
        

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