Bauhaus-Universität Weimar

485 
||>) oben so gross wie bei (a). Die Vermehrung des Gewichtes 
der Leber des Phosphorthiercs kommt also auf Kosten des 
Fettes, d. h. es bat eine vermehrte Einwanderung von Fett 
oder fettbildenden Bestandteilen nach der Leber unter dem 
Einflüsse des Phosphors stattgefunden. 
Eine Betrachtung der Ergebnisse des Versuches 11 ergiebt, 
dass hier der gleiche Vorgang stattgefundeii hat. Das Resultat 
dieses Versuches erscheint noch prägnanter, weil das Controll- 
thier hierbei zu der Zeit getödtet wurde, wo dem zu ver¬ 
giftenden Thiere der Phosphor einverleibt wurde. Das Phos- 
pliorthier hat also noch drei Tage länger gelebt als das 
Gontrollthier, so dass, wie auch oben gezeigt wurde, während 
dieser Zeit Fett zersetzt worden ist. Trotzdem war die 
Leber (b) erheblich grösser und zeigte einen grösseren Fett¬ 
gehalt als bei dem Controllthier. Die Versuchsthicre waren 
hier, wie erwähnt, 2 Ratten, die nach längere Zeit dauernder 
gleichmässiger Ernährung 5 Tage gehungert hatten und von 
denen hierauf das eine (a) getödtet, dem andern (b) Phosphor 
einverleibt wurde. 
Die Leber des Controllthieres (a), dessen Gesammt- 
gewicht 171,7 gr., wasserfrei 54,17 gr. betrug, wog'4,5 gr., 
wasserfrei 1,41 gr. Dies entspricht für die feuchte resp. 
trockene Leber 2,02 % resp. 2,60% des feuchten resp. trockenen 
Gesammtthieres. Die Leber enthielt 0,19 gr. Fett = 4,2% 
resp. 13,5% der feuchten wie der trockenen Leber. 
Dagegen finden wir, dass die Leber des Phosphorthiercs 
th), welches 123,7 gr. und von Wasser befreit 42,1 gr. wog, 
ein Gewicht von 0,1 gr. und entwässert von 1,77 gr. hatte. 
Die Leber (b) betrug also feucht resp. trocken 4,93% resp. 
4,2% des ganzen feuchten resp. des trockenen Thieres. Ihr 
Fettgehalt betrug 0,57 gr. = 9,34% resp. 32,2% der feuchten 
resp. trockenen Leber. Wir sehen also auch hier, dass die 
Pliosphorleber erheblich an Gewicht vermehrt erscheint, dass 
also auch liier ein Transport in die Leber stattgefunden hat. 
Welche Stoffe können , nun in die Leber transportât sein? 
Der Fettgehalt der Leber (b) ist erheblich vermehrt, denn er
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.