Bauhaus-Universität Weimar

4i:> 
Ausscheidungsprodukten war grösser, der Vorrath an Nahrungs- 
mittcln bald geringer, ferner der Glyceringelialt vermindert, 
was bei solch' geringem Procentsalz an Glycerin auch un¬ 
günstig für die Gährthätigkeit sein dürfte. Indess halte ich 
diese Versuchsfelder nicht für ausreichend, um die Resultate 
wesentlich zu beeinträchtigen, umsomehr als sie zum Theil 
dadurch compensirt werden, dass die der Berechnung zu 
Grunde liegende «mittlere Pilzzahl* gerade beim SauerstolV- 
\ ersuch hinter der wirklich in der Zeiteinheit thätigen Menge 
jedenfalls zurückbleibt; bei A fand am Anfang eine ausser¬ 
ordentlich' rasche Pilz Vermehrung statt, während sie bei B 
.leichmässiger über die Versuchsdauer vertheilt gewesen 
sein wird. 
Für Sprosshefe hat Nägeli bei Ausschluss der Ver¬ 
mehrung die Erhöhung der Gährthätigkeit der einzelnen Zelle 
nachgewiesen. Wir dürfen kaum bezweifeln, dass es sich 
bei Spaltpilzen ebenso verhält. 
Vielleicht gelingt es einmal, den direkten. Nachweis zu 
führen. Dann wäre bezüglich der Gährthätigkeit ein .Unter¬ 
schied zwischen rasch wachsender und langsam wachsender 
Zelle zu machen. Die rasch wachsende, lebhaft assimilirende 
Zelle würde sich dann bezüglich der Gährthätigkeit minder 
leistungsfähig zeigen, als die zwar lebenskräftige, im Augen¬ 
blick aber in geringerem Stoffumsatz begriffene,, langsam 
wachsende Zelle, eine Vorstellung, die physiologisch gewiss 
nicht undenkbar erscheint. 
f 
Diese Arbeit wurde im pflanzen-physiologischen Institut 
des Herrn Professor von Nägeli ausgeführt und sage ich hier 
für Ueberlassung der Apparate meinen verbindlichsten Dank.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.