Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber den Gehalt des Caseins an Schwefel und über die Bestimmung des Schwefels in Proteinsubstanzen
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16570/17/
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«•inem Gemenge von wasserfreiem, kohlensanrem Natron mut 
Salpeter vermischt, allmählich in sehr kleinen Portionen in 
ein schmelzendes Gemenge von Aetzkali und Salpeter einge- 
tragen und verbrannt wird. 
Diese zwei Modifikationen der Lieb ij^’sehen Methode 
habe ich geprüft und mit einander verglichen. Bei der fol¬ 
genden Mittheilung der Analysen nenne ich das filtere Verfahren 
Methode 1« und die neuere Modification Da ich später 
in den verschiedenen Analysen überall die zu jeder Bestim¬ 
mung verwendete Menge von Kalihydrat, Salpeter u. s. w. 
angeben werde, habe ich hier nichts Weiteres über diese 
Methode zu sagen. Die Verbrennung wurde in allen meinen 
Analysen in einem Silbertiegel von 7 Va cm. Höhe und f> cm. 
Diameter ausgeluhrt. 
Nr. 2. Meine Modification der Liebigschen Methode. 
Diese Modification besteht darin, dass die Hauptmasse des 
Eiweisses erst im Wasserbade mit Salpetersäure so weit oxjdii t 
wird, dass nur ein unbedeutender, der Ilauptmassc ' nach 
kristallinischer Rückstand übrig bleibt. Dieser Rückstand 
wird in Wasser mit Hülfe von überschüssigem kohlensanrem 
Natron gelöst, die Lösung in dem Silbertiegel zur Trockne 
verdunstet und der scharf getrocknete Rückstand durch lang¬ 
sames Erhitzen verbrannt, lieber diese Methode habe ich 
xlion in meinem Aufsätze «Zur Frage, ob das Casein ein 
einheitlicher Stoff sei?» (diese Zeitschrift, Bd, VII) ziemlich 
ausführlich berichtet und ich will hier nur Folgendes. zu- 
fiigen: Bei Bestimmungen des Schwefels in Eiweissst offen 
verwende ich gewöhnlich eine Salpetersäure von 2Ô"/*, wäh¬ 
rend ich bei meinen Bestimmungen von diesem Elemente in 
• lern Leime mit einer solchen Säure nicht zum Ziele kam. 
Aie in einigen anderen Hinsichten sehr interessante Fnter- 
'•liiede zwischen dem Leime und den Eiweissstoffen obwalten, 
s" besteht auch darin ein Unterschied zwischen, beiden, dass 
•i*T Leim eine ungemein grössere Resistenz'gegen die Ein¬ 
wirkung der Salpetersäure zeigt. Beim Behandeln des Leims 
1111 Wasserbade mit Salpetersäure von 2ö> erhielt ich keine 
kristallinischen Zersetzungsprodukte, sondern nur einen gelb- 
Zeitsrhrift für physiologische Chemie. IX. 10
        

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