Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die durch Magensaft unlöslich bleibenden stickstoffhaltigen Substanzen der Nahrungs- und Futtermittel
Person:
Stutzer, A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16562/7/
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kohlensaurem Natron alkalisch gemacht war, 6—8 Stunden 
lang hei + 40° einwirken und zwar setzte ich bei Nr. 21 
und 22 = ba °/o, bei Nr. 23 und 24 = 1 • « kohlensaures 
Natron (auf wasserfreies Salz berechnet) hinzu. Die Flüssig¬ 
keit wurde dann filtrirt, mit Wasser der unlösliche Rückstand 
ausgewaschen, der letztere getrocknet und zur N-Bestimmung 
benutzt. Resultate: 
21: 0,451 « o N 
22. 0.435 > » 
23. 0.435 > « 
24. _ 0,482 > » __■■■.■ 
Mittel = 0,450«|o N. 
Später wiederholte ich die Versuche mit einem 10 Tage 
alten Pancreasauszuge, dem zur besseren Haltbarkeit etwas 
Chloroform zugesetzt war, und fand: 
23. 0,487 « o K 
28. 0,487 » v 
27. 0,487 » » 
28. 0.431 » » 
Mittel ~ 0,478 «)o N. 
» 
Nr. 25 und 2G hatten = !/a °/o, Nr. 27 und 28 = 1 % 
Sodazusatz erhalten. Bei den Versuchen Nr. 21—24 war 
demnach ein Plus von 0,01°/o N, bei Nr. 25-28 ein Minus 
von 0,01 °/o N gegen Pepsinverdauung gefunden, welche Re¬ 
sultate jedenfalls innerhalb der zulässigen analytischen Fehler¬ 
grenzen liegen dürften und waren somit die durch Pepsin 
unlöslich bleibenden Nh-Be?tandtheile des Palmkuchens'durch 
Pancreasferment nicht angegriffen. Auch grössere Mengen 
Pancreas wirken nicht lösend und wurde selbst durch An¬ 
wendung der doppelten Menge, l°/o Soda enthaltenden Pan- 
creasauszuges kein N aus den mit Pepsin behandelten Palm- 
kornkuchen gelöst. 
Die gleichen Beobachtungen hatte ich schon früher bei 
den Nh-Bestandtheilen der Cocosnüsse und Palmnüsse ge¬ 
macht1) und erkläre ich mir die Thatsache, dass Va-«-ipro- 
centige Sodalösung ohne Ferment energischer wirkte-als 
. _____. ., . * s * , ) 
*) Journal für Landwirthschaft, Bd. 29, S. .480.
        

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