Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber eine neue Methode, das Gehirn chemisch zu erforschen, und deren bisherige Ergebnisse
Person:
Baumstark, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16561/64/
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Ich fand: 
2,7335° o 2,3139°;0 
also höhere Zahlen. 
Nach den Untersuchungen von Geoghegan1) ist ge¬ 
funden worden laut den Zahlen für Nuclein, berechnet nach 
d»T Mi esc herrschen Formel, Nucleinphosphor 0,0137 °/o, 
also weit weniger als Kossel fand, aber mehr als ich ge¬ 
funden habe. 
Wie diese Differenzen zu erklären, ist vorläufig nicht 
/.u sagen. Sie sind aber immerhin so gross, dass sie kaum 
durch die Eigenthümlichkeit des verschiedenen verarbeiteten 
Materials erklärt werden; sie kann nur verursacht sein durch 
••ine verschiedene Behandlung desselben. Die Eigenschaften 
und Zusammensetzung der Nucleine sind vorläufig zu wenig 
bekannt; jedenfalls aber liegt in den verschiedenen Befunden 
die Anregung gerade auch am Gehirne der Sache weiter- 
nachzuforschen. 
Fassen wir die im Vorigen besprochenen Zahlen in dem 
Prozentsätze des Festen des Gehirns zusammen, so ergibt sich: 
(Tabelti* folgt auf nächster Seite.) 
Daraus geht hervor: 
I. Die im Wasser löslichen Bestandteile finden sich da , 
mehr, wo mehr Wasser vorhanden, also in der grauen Sub¬ 
stanz. Das sind die löslichen Salze, das lösliche Albumin 
und extraktive organische Stoffe. 
II. Asche und Organisches von wojsscr und grauer 
Substanz sind nahezu gleich. Nur bringt das Mehr der in 
W asser löslichen Aschenbestandtheile ein geringes Ueber- 
gewicht in Letzterer an Anorganischem hervor. 
III. Das Nuclein, das Aetherextrakt mit Ausnahme des, 
livien Cholesterin (also das gebundene Cholesterin, das 
Lecithin und alles Unbestimmbare desselben) sind ebenfalls 
last gleich in beiden Substanzen. 
IV. Dagegen herrschen vor das Neurokeratin, das freie 
Cholesterin, und das Protagon mit Allem, was wohl noch 
l) b- ei'..
        

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