Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber eine neue Methode, das Gehirn chemisch zu erforschen, und deren bisherige Ergebnisse
Person:
Baumstark, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16561/60/
Danach ist die Menge der verdaulichen festen Materie 
(Ei weiss, Bindegewebe) in der grauen Substanz weit grösser, 
sowohl «1er ganzen festen Masse, wie dem durch Alkohol. 
Aether, Wasser nicht Löslichen gegenüber, als in der weissen 
Substanz. 
Die Menge des nach der Pepsinverdauung bleibenden 
Rückstandes war bestimmt worden, nachdem er auf einem 
tarirten Filter gesammelt und getrocknet worden war. Aus¬ 
gewaschen wurde so lange, bis das Waschwasser in grösserer 
Ouantitiit verdunstet, keinen Rückstand mehr liess. 
Dieser nun gebliebene Rückstand wurde mit etwa 
2 procent. Natronlauge auf dem Filter unter zeitweisem Ver¬ 
schlüsse des Trichterrohres bei Erneuerung der Natronlauge 
behandelt, um das Nuclein zu extrahiren. Er quillt ziemlich 
stark auf und ist schwer bis zum Verschwinden der alka¬ 
lischen Reaktion auszuwaschen. Nachdem dies erreicht, 
wurde wieder auf demselben Filter getrocknet und gewogen. 
Es waren geblieben; 
0,3307 gr. 0,2*137 gr. 
Mithin sind durch die Natronlauge entfernt worden: 
0,0518 gr. 0,0503 gr. 
Das macht auf die Gesammtmenge des Unlöslichen 
berechnet : 
0.3191 gr. 0.2307 gr. 
oder in Procenten derselben: 
4,09°io 2.G9"/o 
und des Gesammt-Festen des Gehirns: 
0,97200 o 0,8042« o 
Daraus scheint hervorzugehen, dass die Theile, welche 
das Nuclein enthalten, gleichmässig in den beiden Substanzen 
vertheilt, dass sie aber unabhängig von der Natur des 
übrigen Unlöslichen sind. Einerseits ist der Procentgehalt 
des Festen der beiden Substanzen daran nahezu gleich, 
andererseits ist er in dem Unlöslichen der grauen Substanz 
bedeutend geringer als in dem der weissen, während doch 

    

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