Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber eine neue Methode, das Gehirn chemisch zu erforschen, und deren bisherige Ergebnisse
Person:
Baumstark, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16561/31/
beruht», stützt sicli dabei auf Liebreich's Formel mit 
1,50 % P und darauf, dass durch Extraktion mit Aether 
leicht in nach Liebreich’s Methode dargestelttem Protagon 
der P auf 1,02% herabgebracht werden könpe. 
Ich führe dies, obgleich es schon von Blankenborn 
&• G am gee hervorgehoben , wieder an , da auch ich das 
Lieb re ich’sehe Protagon als ein nicht reines Produkt artsehe, 
aus dem man die verunreinigenden P-haKigen Verbindungen 
durch AeUier entfernen kann. Ist das erreicht, und das ist 
nach Diakonow hei 1.0217 % P, nacli Blankenborn A 
(iamgec bei 1,008 % P, nach meinen Analysen bei 1,0502% P 
der Fall, dann ist ein Körper zurückgeblh 
lest gebunden enthält, dass es tiefer eingr 
bedarf, um ihn zu entziehen. 
Dahin gehört aber schon das nicht mit äusserster Vor¬ 
sicht ausgeführte Umkrystallisiren z. B. aus zu starkem Alkohol 
oder bei zu hoher Temperatur* Ferner gehört dahin das 
längere Kochen mit Aether. Dadurch wird, wie Blanken- 
4 ’ 
horn k G a in ge e schon gezeigt haben und wie ich' 
an meinen Präparaten bestätigt gefunden, das Protagon 
zersetzt. 
Das von mir dargestellte Protagon löst sich unverändert 
in Aether (schwer in kaltem, leicht in warmem} und krystàj.lîsirt 
daraus in feinen Nadeln, die, wenn sie getrocknet sind, ein 
lockeres weisses Pulver bilden. Kocht man aber mit dem 
Aether längere Zeit, so erhält man beim Erkalten ebenfalls 
Nadeln'; dieselben geben aber im getrockneten Zustande eine 
mehr oder weniger zusammenklebende Masse, die sicli .aller¬ 
dings auch, aber verhältnissmässig schwierig, zu einem zarten 
Pulver zerreiben lässt. 
Der Schmelzpunkt blieb fast derselbe, aber es zeigte 
sich, je länger gekocht wurde, eine um so stärkere Bräunung 
bei 170° und zugleich schien die Schmelzprobe bei 150° oder 
auch schon darunter zusammen zu sintern. 
Beide Erscheinungen beobachtet man bei reinem Pro-' 
lagon nicht. 
‘ben, der den P so 
leitender Reuctionen
        

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