Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber eine neue Methode, das Gehirn chemisch zu erforschen, und deren bisherige Ergebnisse
Person:
Baumstark, F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16561/18/
Von don anorganischen Salzen sind die löslichen im 
Diffusât, die unlöslichen im letzten Rückstände und gehen 
von da in den Pepsinsalzsäure-Auszug über. 
Aetherextrakt. 
Das durch Aether gewonnene Extrakt wurde, wie schon 
erwähnt, nur soweit von demselben durch Destillation be¬ 
freit, dass noch eine leicht ausgiessbare Flüssigkeit blieb, die 
durchaus keine Neigung zeigte, ohne weitere Verdunstung 
zu krystallisiren. Doch schieden sich, wenn der Aether mög¬ 
lichst weit abdestillirt worden, woisse Flocken in ziemlicher 
Menge aus. Dieselben waren P-lfaltig und erwiesen sich nucli 
dem mehrmaligen Uinkrystallisiren aus Alkohol bei 4*>° ab 
identisch nach Krystallisation und Schmelzpunkt mit der au> 
dem Alkoholextrakt gewonnenen Substanz. Dieselbe hatte 
sich in der grossen Menge des Diffusionsäthers gelöst, da sie 
etwas darin löslich ist, fällt aber bei der Verringerung des 
Volumens desselben heraus. Frémy machte schon dieselbe 
Beobachtung1). Ich versuchte nun, nachdem diese Flocken 
abfiltrirt worden waren, zunächst das Cholesterin, das in 
diesem Auszuge sein musste, als eine schon bekannte Ver¬ 
bindung bei möglichster Schonung für das noch übrige 
Vorhandene zu entfernen. Zu diesem Zwecke giesst man 
am Besten die ätherische Lösung in etwa das gleiche Volumen 
Alkohol voll 95°/o, wodurch sofort eine fast weisse krystal- 
linische Ausscheidung von Cholesterin, das nur mit einer 
braunen, llockigen Materie durchsetzt ist, ertolgt. Stellt man 
dann das Gemenge in einem offenen Becherglase an einen 
mässig warmen Ort, bis der Aether verdunstet ist und lässt 
es darauf einige Zeit zugedeckt bei niederer Temperatur 
stehen, so ist fast alles Cholesterin herauskrystallisirt. Man 
bringt dasselbe am Besten auf einen mit Glaswolle lose ver¬ 
stopften Trichter, lässt abtropfen und wäscht mit kaltem 
Alkohol nach, indem man durch zeit weisen Verschluss des 
Trichterrohres dafür sorgt, dass der erneute Alkohol einige 
; l 
i) UiitcrsudiuiiKen über das Geliirn. Annalen der Chemie uw! 
Pharmacie, Bd. 40, S, 09.
        

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