Bauhaus-Universität Weimar

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Es wurden nunmehr noch einige Versuche angestellt, 
welche darauf abzielten, folgende Punkte festzustellen: 
1. Welche Quantität Skatolcarbonsäure im Harn nach dem 
Zusatz nachweisbar ist. 
2. Wie gross die Menge der in den Magen eingeführten 
Säure sein müsse, damit sie im Harn nachweisbar sei, und 
3. Wieviel ungefähr von den eingeführten kleinen Quantitäten 
im Harn erscheint. 
Versuch IV. k.uiinelien von 2100 gr. Kartoffel fût t erung. Ein¬ 
spritzung von 40 cbcm. Wasser pro Tag. 
Der in 24 Stunden entleerte Harn (Normalharn) wurde auf Skatol- 
carhonsfiure untersucht, dem Harn der nächsten 2t Stunden wurde 
0,05 gr. Skatolcarbonsäure zugesetzt (Gontrollham), endlich erhält das 
Kaninchen 0.05 gr. Skatolcarbonsäure in den Magen, der Harn der nächsten 
24 Stunden wurde gesammelt und untersucht, Versuchsharn A, ebenso. 
»1er Harn der zweitnächsten 24 Stunden, Versuchsharn B. 
Die Verarbeitung der einzelnen Harne geschah in durchaus gleich- 
massiger Weise. Der Harn würde auf dem Wasserbade eingedampft, 
mit 100 cbcm. absolutem Alkohol gefällt, mit 75 cbcm. nachgewaschen, 
die alkoholischen Auszüge verdunstet, in Wasser gelost zu 40 cbcm.. 
mit verdünnter Schwefelsäure (1:5.) auf 50 cbcm. gebracht, dann .‘5 mal 
mit je 75 cbcm. Aether geschüttelt, die vereinigten Aetherauszfige mit 
einem Gemisch von 45 cbcm. Wasser und 5 cbcm. Natriumcarbonat¬ 
lösung anhaltend durchgeschüttelt, die alkalische Lösung, durch Erwärmen 
auf dem Wusserbade vom gelösten Aether befreit und auf 50 cbcm. 
ergänzt, diente zur Anstellung der Heactionen. Das Ergehniss war 
folgendes : 
1. Normalhain: mit N2O3 und Cd OH keine merkliche Reaction. Die 
Eisenchloridreaction ergieht eine unverkennbare Rothfürbung und beim 
Erkalten Trübung. Beim Durchschütteln der Probe mit Essigäther 
behalt die wässerige Lösung ihre zarte Rosafärbung, die Färbung 
wird sogar reiner, der Essigäther nimmt eine gelbliche Farbe an. 
2. C.ont roll harn : Alle Heactionen fallen sehr intensiv aus, kaum merk¬ 
lich schwächer, als bei einer Lösung von 1:1000, welchem Gehalt 
die alkalische Lösung entsprechen würde unter der Voraussetzung, 
dass kein Verlust bei der Bearbeitung stattgefunden hätte. Beim 
Schütteln der Eisenchloridprohe mit Essigäther tritt rotlier Farbstoff 
in den Essigäther über, dieses geschah nicht mehr, als die Lösung 
vor Anstellung «1er Reaction auf 1:w verdünnt wurde, entsprechend 
dem Verhalten der Skatolcarbonsäure selbst.
        

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