Volltext: Ueber das Verhalten der Skatolcarbonsäure im Organismus (9)

Ueber das Verhalten der Skatolcarbonsäure im Organismus. 
Von 
Prof. E. Salkowski in Berlin, 
(Aus dem chemischen Laboratorium des pathologischen Instituts zu Berlin.) 
(Der Redaction zugegangen am 24. Juli 1884.) 
Die Skatolcarbonsäure ist, wie di^ in der vorstehenden1 
Arbeit mitgetheilten Untersuchungen von meinem Bruder und 
mir zeigen, ein constantes Produkt einer jeden, wenigstens 
einer jeden längerdauerhden Fäulniss des Eiweiss. . Es Hegt 
daher die Möglichkeit nahe, dass sie sich während des Lehens 
im Darmkanal, sei es physiologisch, sei es pathologisch, viel¬ 
leicht auch an anderen Körperstellen unter pathologischen 
Verhältnissen bildet. Die von uns nachgewiesene grosse 
Resistenz der einmal gebildeten Skatolcarbonsäure gegen die 
Wirkung der Bactérien lässt andererseits vermuthen, dass die 
Säure vom Darmkanal oder pathologisch von anderen Stellen 
des Körpers aus resorbirt, als solche im Harn erscheinen 
möchte. 
' Von diesem Gesichtspunkte aus stellte ich zunächst 
einige Versuche über das Verhalten von eingegebefter Skatol¬ 
carbonsäure an. * 
Bevor ich über diese berichte, muss ich einige Reac- 
tionen etwas eingehènder beschreiben, zu denen mich die 
weitere Beschäftigung mit der Säure geführt hat und welche 
die Aufsuchung der Säure und ihre Verfolgung im Organismus 
ausserordentlich erleichtern. Die Skatolcarbonsäure zeigt zwei 
in der wässerigen Lösung der Säure und ihrer Alkalisalze 
eintretende sehr schöne Reactionen: 
U) mit Salpetersäure + Kaliumnitrit (salpetriger Säure); 
b) mit Salzsäure + Chlorkalk (unterchloriger Säure). 
r . •
	        
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