Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntniss der Eiweissfäulniss, II: Die Skatolcarbonsäure, nach gemeinschaftlich mit H. Salkowski in Münster i/W. angestellten Versuchen
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit16551/12/
10 
wegen der relativen Reichlichkeit der Ausbeute, sondern auch, 
weil aus diesem Material die Säure leichter in reinem Zustand 
zu erhalten ist. 
Es verdient wohl hervorgehoben zu werden, dass das 
Fibrin nach den in dem Versuch von 2d Tagen Dauer er¬ 
haltenen Daten nicht allein ungefähr 1 fl/0 Indol in seinem 
Molecül enthält, sondern auch noch */4 ®/o Skatol als skatol¬ 
carbonsäure. ; 
Zur Darstellung des Skatols aus Eiweiss durfte sich 
kaum ein anderer Weg empfehlen, als der der langdauernden 
Fibrintaulniss unter den früher angegebenen Bedingungen 
und Verarbeitung nach dem angegebenen Schema, -bis man 
zu der wässerigen, Oxysäuren, Skatol carbonsäure und Bern¬ 
steinsäure enthaltenden Lösung gelangt ist. Dieselbe wird, 
dann mit Aether ausgeschüttelt, der Aetherauszug abdestillirt, 
der Rückstand in einem Siedekölbchen mindestens «/Stunden 
auf 170 180° erhitzt1), dann mit Natronlauge^Ikalisirt und 
das Skatol mit Wasserdampf abgetrieben. Wenn alles Skatol 
übergegangen ist, empfiehlt es sich in jedem Fall, den alka¬ 
lischen Rückstand nochmals anzusäuern und mit Aether aüs- 
schütteln. Der Aether giebt häufig noch Reaction auf Skatol- 
.carbonsäure und der Verdampfungsrückstand liefert dann, 
ebenso behandelt, noch einen zweiten Antheil Skatol. 
Ist nun die Skatolcarbonsäure die Muttersubstanz des 
bei der Fäulniss auftretenden Skatols V Bei der Leichtigkeit, 
mit der sich namentlich aus unreiner Lösung Skatol beim 
Erwärmen abspaltet, wird man a priori gewiss geneigt sein, 
diese Frage zu bejahen. Die grosse Haltbarkeit der alka¬ 
lischen Lösung, sowie der Umstand, dass die Menge der 
Skatolcarbonsäure mit der Dauer der Fäulniss zunimmt, 
erregen indessen von vornherein Bedenken an der Richtig¬ 
keit dieser Annahme. In der That hat sich die Skatolcarbon¬ 
säure unerwarteter Weise als eine gegen die Wirkung der • 
Bactérien sehr widerstandsfähige Substanz erwiesen. 
5 gr. Natriumkaliumtartrat, 2 gr. Ammoniumtartrat, 
gr. Monokaliumphosphat, 0,125 gr. Magnesiumsultät, 
D Ein kleiner Theil des Skatols jreht hierbei schon fiber. ‘,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.