Bauhaus-Universität Weimar

3bO 
die dagegen, vollständig von der alkoholischen Flüssigkeit 
getrennt, sehr schnell in eine Menge kleinerer Bruchstücke 
zerfielen. Nur 1 mal gelang es, den Körper, freilich in unge¬ 
nügender Menge; in wohlausgebildeten hexagonalen Tafeln 
zu erhalten. Auch diese änderten, auf dem Objectträger 
mit Luft in Berührung, alsbald ihre Form, indem sie ihre 
scharfen Ecken und Kanten verloren und zunächst rosetton- 
artige Gebilde vorstellten, zuletzt aber gleichfalls in lauter 
kleinere Bruchstücke auseinander fielen. 
Nur mit den prismatischen Krystallen konnte der Ver¬ 
such einer Art von Krystallwasserbestimmung mehrmals 
wiederholt werden ; und auch da nur, nachdem der Krystall- 
brei über Schwefelsäure oder Phosphorsäureanhydrid bei (P 
getrocknet, der So erhaltene harte Kuchen fein pulvérisât 
und das Pulver dann nochmals mehrere Stunden im Exsic¬ 
cator gehalten worden war. Der Versuch zeigte, dass die 
so gewonnene Masse, einige Zeit hindurch im Wasserstoll¬ 
strome auf 115° erwärmt, noch ungefähr 3,94 °/# Wasser 
abgab. Diese Zahl ist das Mittel aus folgenden vier Ver¬ 
suchen : 
1. r,,08(10 gr. Substanz verloren 0,1976 gr. — 3,8850o Wasser; 
2. 5,5590 « ■< « 0.2167 « = 3,898« « 
3. 6,1566 « « « 0.2416 « = 3,93 « « 
4. 5,088 « « r 0,2060 « = 4,05 « « 
Wie sich aus dem Späteren ergeben wird, lässt sich 
dieser Befund zur Noth so deuten, dass 1 Molekül (in = 
12042) der Schwefelsäure trockenen Masse noch imiper etwa 
28 Moleküle Krystallwasser festhält. 
2. Zur Bestimmung der Löslichkeit wurden feuchte 
prismatische Krystalle verwandt, und als Temperaturen eine 
solche von 1° und von 20°. Die Menge des gelösten Farb¬ 
stoffs wurde durch photometrische Messung der Concen¬ 
tration der entstandenen Lösung bestimmt. 
1. 100 ebem. Wasser von 1° lösen 2,614 gr. 
2. 100 cbciu. Wasser von 20° lösen 14,375 gr. 
ln welcher Krystallform der Körper leichter löslich ist, 
ob in der prismatischen, oder in derjenigen der hexagonalen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.