Bauhaus-Universität Weimar

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ruft, rnft «lie Morpl 1 infitherscl 1 wofelsäuro sogar noch ein,, 
unerhebliche Erhöhung dessell>cii liorvor. 
Folglich nähert sich auch in dieser Hinsicht die Morphin- 
alherschwefelsaure dein Codeiu, welches hei warmblütigen 
I l'ieren auf Blutdruck, Puls und Athmung ohne deutlichen 
Hinlluss lileiht (Schröder). 
- rl‘- Morphin, in der Bestalt eines Salzes, sind selhd 
für sehr grosse Hunde eine letale Dosis. So sind einem 
grossem Hunde 2 gr. Morphin in der (lestalt des essigs'mreii 
Salzes und zwai* nicht auf einmal, sondern lnuchweise, in 
4 Malen dreistündlich gereicht worden. Nach der ersten 
Dosis verfiel das Thier in einen soporosen Zustand und 
wurde am folgenden Tage todt gefunden. Ein ähnliche. 
Resultat hatte ein zweiter Versuch, hei dem 2 gr. essigsaiu«- 
Morphin gegeben wurden. 
Lange nicht so giftig ist die Morphinftlhersclmvfelsfmrc 
für Hunde. 
Ein kleinerer Hund als die beiden vorhergehenden, !ia! 
durch den Magen 2 gr. Morphinätherschwefelsäure (Thalien. 
Minier am Verabreichungstage, noch in den darauf folgenden 
lagen, konnte man irgend welche Abweichungen von d« r 
Norm bemerken; der Hund trass mit eben solchem Appetit 
wie vorher, und halte ein vollkommen normales, gesundes 
Aussehen. 
Demselben Hunde sind nun darauf 4,0 gr. der Morphin- 
ätberschwefelsäure gereicht worden, und auch bei dieser 
Dosis vermochten wir keine Vergiftungserscheinungen zu beob¬ 
achten; nur am ersten Tage nach der Verabreichung erschien 
der Hund etwas schläfrig, gleichwohl frasé und trank er’mil 
Appetit u. s. f. 
Eidglich ist auch für warmblütige Tliiere die Morphin- 
älherschwefelsäiire, im Vergleich zu Morphin, ein schwach«■« 
Hifi; ja sie ist sogar noch viel schwächer als Codein, denn 
aus den zahlreichen Versuchen Berthes1) folgt, dass für 
einen Hund von mittlerer Crûsse 2 gr. Codein eine unbe¬ 
dingt letale Dosis sind. Das Morphin betreffend, sind Dosen 
') Berthe: Moniteur «1 Hôpitaux, T. IV. 180*1.
        

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